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Gesundheit

Neues Medikament schützt Spenderorgane beim Transport vor dem Absterben: „Die Ergebnisse sind spektakulär“

Flämische Forscher der Universität Antwerpen (UAtwerpen)und der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) haben ein Medikament entwickelt, das das Absterben von Organen vor und während einer Transplantation deutlich reduziert. Die Ergebnisse einer zehnjährigen Studie wurden vor einigen Tagen in der medizinischen Fachzeitschrift Cell veröffentlicht.

Koen Wauters Andreas Kockartz
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Bei einer Transplantation befinden sich Organe wie Lunge oder Leber stets für eine gewisse Zeit außerhalb eines Körpers. Üblicherweise beträgt die Zeitspanne zwischen Spender und Empfänger maximal 24 Stunden, wobei eine möglichst kurze Zeitspanne von Vorteil ist. Die Organe werden anschließend auf Eis gelagert oder an speziellen Geräten aufgehängt, die die Körperfunktionen simulieren, um Schäden zu vermeiden.

Doch 10 bis 20 % der Patienten auf der Warteliste sterben, weil nicht genügend hochwertige Organe zur Verfügung stehen - auch, weil deren Haltbarkeit zu kurz war.

„Biologischer Rost“

Einer der häufigsten Gründe für eine mögliche geringere Qualität ist Ferroptose. „Das ist eine spezielle Form des Zelltods, da die Zellen, die während der Lagerung keinen Sauerstoff erhalten haben, bei der Transplantation plötzlich mit einem Sauerstoffüberschuss versorgt werden“, erklärte Prof. Arne Neyrinck, Anästhesist am Universitätsklinikum Löwen, gegenüber VRT NWS.

Wissenschaftler bezeichnen dies auch als „biologischen Rost“, da der Sauerstoff das Eisen in der Zellwand korrodieren lässt.

Professor Tom Vanden Berghe, Leiter des Labors für Zelltod-Signalwege an der Universität Antwerpen, hat mit seinen Teams ein Mittel gegen diesen „Rost“ gefunden: „Wir haben FXT-001 entwickelt, ein kleines Molekül, das Organe vor Schäden durch Ferroptose schützt.“

Lange Suche

Es dauerte zehn Jahre, die Substanz zu perfektionieren. „Doch jetzt ist FXT-001 stabil, sicher und für die klinische Anwendung geeignet“, so Vanden Berghe. Die Ergebnisse seien spektakulär. In Modellen mit Schweinelebern führte FXT-001 zu weniger Organschäden und einem verbesserten Stoffwechsel.

Bei menschlichen Spenderlungen zum Beispiel, die für eine Transplantation schon abgelehnt wurden, führte das Medikament zu einer verringerten Wasseransammlung außerhalb der Blutgefäße und zum Erhalt der Elastizität.

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