In dieser Woche wurde auf dem ehemaligen Ford-Gelände in Genk der Spatenstich für den neuen Logistikcampus Limburg gesetzt. Mit dem Projekt „Diamond Gate“ erfährt die Umgestaltung der ehemaligen Autofabrik ihren letzten großen Entwicklungsschritt. Auf dem Gelände entsteht ein Campus, auf dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden gemeinsam an Logistikinnovationen arbeiten werden. Die Investition für den Bau der Anlage beläuft sich auf 8,6 Mio. €.
Spatenstich für den Logistikcampus auf dem ehemaligem Ford-Gelände in Genk: „Die Branche für die Zukunft rüsten“
Der Campus wird auf dem letzten verfügbaren Grundstück des ehemaligen Ford-Geländes errichtet. Wo einst Autos vom Band liefen, hat sich das Gelände in den letzten Jahren zu einem Logistikhub mit Distributionszentren, Transportunternehmen und Produktionsstätten entwickelt.
Laut POM Limburg, die Entwicklungsgesellschaft der Provinz Limburg, und der Stadt Genk soll der Campus den Logistiksektor in dieser Region weiter stärken. „Unsere Region liegt an einem strategischen Knotenpunkt zwischen den Seehäfen und dem europäischen Hinterland“, so der stellvertretende Wirtschaftsdezernent der Provinz Limburg, Tom Vandeput: „Indem wir Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden zusammenbringen, bereiten wir den Sektor auf die Zukunft vor.“
Genks Bürgermeister Wim Dries (CD&V, flämische Christdemokraten) sieht das Projekt ebenfalls als neuen Schritt in der Neuentwicklung des Ford-Geländes: „Wo einst Tausende von Menschen in der Automobilindustrie arbeiteten, gestalten wir heute die Wirtschaft von morgen.“
Das markanteste Element des Projekts wird das neue Eingangsgebäude an der Henry Fordlaan sein, ganz in der Nähe des Albertkanals und der Autobahnen E313 und E314. Das Gebäude wird Büros, ein Restaurant und die Koordinierungsstelle des Logistikcampus Limburg beherbergen. Es wird über acht Stockwerke und eine Dachterrasse mit Blick über das Gelände verfügen.
UHasselt-Lab
Die Entwicklung wird von einem Konsortium der Limburger Transportunternehmen Group Machiels und H.Essers durchgeführt, die seit langem auf dem ehemaligen Ford-Gelände aktiv sind. Laut den Initiatoren soll das Gebäude ein Wahrzeichen für das „Logistics Valler Flanders“ werden. Im zentralen Bereich des Campus wird unter anderem ein Labor der Universität Hasselt (UHasselt) untergebracht sein. Dort wird zu Ergonomie und Produktivität in Lagerhallen geforscht. Darüber hinaus entstehen flexible Arbeitsbereiche, Besprechungsräume und ein digitaler Erlebnisbereich.
Fertigstellung 2028
Die Initiatoren legen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird nach den BREEAM-Excellent-Standards entworfen (Die BREEAM-Zertifizierung - Building Research Establishment Environmental Assessment Method - ist das weltweit führende System zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden), mit Fokus auf erneuerbare Energien, Wasserrückgewinnung und Kreislaufwirtschaft. Die Fassade besteht aus einer Kombination nachhaltiger Materialien wie Beton, Glas und Holz.
Die Fertigstellung des Campus ist für 2028 geplant. Das Projekt wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Initiative „Limburg Sterk Merk“ (LSM) gefördert (etwa „Limburg Starke Marke“. Das Gesamtbudget für das Koordinierungszentrum beträgt 8,6 Mio. €. Davon stammen 3,3 Mio. € aus dem EFRE und 2,5 Mio. € von der LSM.
