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Verschiedene Mitglieder des Widerstands in Bilzen-Hoeselt wurden verraten und deportiert.

Bilzen-Hoeselt erhält 32 Stolpersteine für NS-Opfer

Mit 32 Stolpersteinen wird Bilzen-Hoeselt künftig die Gemeinde in der Provinz Limburg sein, die mit Abstand die meisten dieser Gedenksteine hat. „Mein Onkel war 17 Jahre alt, als er verhaftet wurde. Das hat die Familie geprägt“, sagt Initiator Corné Bijnens.

Anne Mettlen Klaas Wauters
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Die Stolpersteine werden auf Anfrage einer lokalen Organisation dort im Gehweg verlegt, wo die jeweilige Person zuletzt gewohnt hat. So wird die Initiative „Stolpersteine Bilzen-Hoeselt“ die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig halten.

Die Steine bestehen aus Beton und tragen eine Messingplatte. Darauf stehen persönliche Informationen zur verstorbenen Person.

Was sind Stolpersteine?

Die Stolpersteine sind ein Projekt des deutschen Künstlers Gunter Demnig. Das Projekt begann 1992 in Deutschland. Mittlerweile werden in ganz Europa Stolpersteine gesetzt.

Verraten durch Kollaborateure 

Einer der Stolpersteine ist Jozef Hensen gewidmet. Sein Neffe Corné Bijnens ist Initiator des Projekts in Bilzen-Hoeselt. „Jozef war mein Onkel. Er war im Widerstand aktiv und wurde deshalb mit 17 Jahren deportiert“, erzählt Corné.

Hensen war 17 Jahre alt, als er sich dem Widerstand anschloss. „Er hatte viel jugendlichen Enthusiasmus. Das wurde schnell in der Untergrundpresse aufgegriffen. Wahrscheinlich war er zu auffällig und wurde deshalb im Dorf von Kollaborateuren verraten und verhaftet.“

Bei einer Razzia wurde Hensen zusammen mit zehn weiteren Personen mitgenommen. „Mein Onkel hatte sich damals auf dem Dachboden versteckt. Sie haben die Familie unter Schuss gehalten und gedroht, sie zu erschießen, wenn er sich nicht zeigen würde“, sagt Corné. „Er ist schließlich in einem Arbeitslager gestorben.“

Die Familie Hensen mit zwei belgischen Soldaten auf ihrem Hof.

Ein gezeichnetes Familienleben 

„Meine Mutter war 13 Jahre alt, als ihr Bruder weggeholt wurde“, erzählt Corné. „Das hat sie und den Rest der Familie für immer geprägt.“

Mit den Stolpersteinen möchte er die Erinnerung an seinen Onkel lebendig halten. „Mein Großvater nahm mich als Kind schon zu Gedenkfeiern mit. Er sagte mir, ich dürfe seinen verstorbenen Sohn niemals vergessen.“

Gemeinsam mit 31 weiteren Opfern erhält Jozef Hensen nun einen eigenen Stolperstein. Diese werden in den kommenden drei Jahren in allen Teilgemeinden von Bilzen-Hoeselt verlegt. „So haben wir sie ein Stück weit nach Hause gebracht“, sagt Corné abschließend.

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