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Bahn frei für Tests von Teslas „Full Self-Driving“-System in Flandern 

Tesla kann grundsätzlich ab heute mit Testfahrten seiner „Full Self-Driving“-Fahrzeuge auf Autobahnen in Flandern beginnen. Das teilten die flämische Mobilitätsministerin (N-VA, flämische Nationalisten) Annick De Ridder und der föderale Mobilitätsminister (Les Engagés, frankophone Konservative) Jean-Luc Crucke mit. Zuvor hatte bereits die Niederlande das System im Rahmen eines Ausnahmeverfahrens vorläufig zugelassen. 

Nora Eurlings Anne Mettlen
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Wann genau die ersten Testfahrten tatsächlich starten, ist jedoch noch offen. Laut dem Kabinett von Ministerin De Ridder ist der Beginn möglich, sobald der Hersteller über das korrekte Probekennzeichen verfügt.

Für die Tests ist eine Strecke von rund 5.000 Kilometern vorgesehen. Dabei soll untersucht werden, ob das System Unterschiede zwischen der niederländischen und der flämischen Straßeninfrastruktur sowie den jeweiligen Verkehrsregeln korrekt verarbeitet. Geprüft wird unter anderem, wie das Fahrzeug auf Fahrradstraßen reagiert und ob es die Vorfahrtsregeln im Umgang mit Straßenbahnen korrekt erkennt. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, könnte ein vorläufiges, auf EU-Regeln basierendes Zulassungsverfahren eingeleitet werden, das in ganz Belgien gilt.

Erste Tests dieser Art in Europa 

Für den Einsatz auf öffentlichen Straßen ist grundsätzlich eine europäische Genehmigung erforderlich. Da das reguläre Verfahren bislang keine Zulassung gebracht hat, wurde das System in den Niederlanden im vergangenen Monat über eine Ausnahmegenehmigung zugelassen. Flandern folgt diesem Ansatz und erlaubt nun ebenfalls entsprechende Tests auf eigenem Gebiet.

Während eine endgültige EU-weite Zulassung noch aussteht, können Mitgliedstaaten unter bestimmten Bedingungen zeitlich begrenzte Tests auf ihrem Hoheitsgebiet genehmigen. Die bereits in den Niederlanden durchgeführten Tests sollen den Prozess in Flandern erleichtern.

„Wir gehen davon aus, dass die Tests reibungslos verlaufen und wir diese Fahrzeuge bald auf unseren Straßen sehen werden“, sagte Ministerin De Ridder. Die Systeme seien bereits umfassend in den USA und den Niederlanden getestet worden, was viele Fragen zur Verkehrssicherheit klären könne.

Fahrer bleibt verantwortlich 

Das sogenannte „Full Self-Driving“-System gilt weiterhin als fortgeschrittenes Fahrerassistenzsystem und nicht als vollständig autonomes Fahrzeug. Der Fahrer muss jederzeit eingriffsbereit bleiben und trägt die volle Verantwortung im Straßenverkehr.

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