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Die Königin ist am gestrigen Sonntag in die Türkei aufgebrochen.

Königin Mathilde leitet Wirtschaftsmission in die Türkei

Zwölf Jahre lang leitete Prinzessin Astrid die belgischen Wirtschaftsmissionen. Wegen gesundheitlichen Problemen musste sie diese Aufgabe im vergangenen Jahr abgeben. Nun übernimmt Königin Mathilde vorübergehend diese Rolle, bis Kronprinzessin Elisabeth die Leitung später übernehmen kann.

Anne Mettlen
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Die aktuelle Mission in der Türkei ist die größte belgische Wirtschaftsdelegation, die jemals in die Türkei entsandt wurde, mit insgesamt 428 Teilnehmern. Sie gilt als strategisch besonders bedeutend, da Unternehmen angesichts geopolitischer Unsicherheiten verstärkt auf nahe und befreundete Märkte setzen. Die Türkei ist dabei ein NATO-Partner, über die Zollunion eng mit der EU verbunden und geografisch eine Schnittstelle zwischen Europa und Asien.

Prinzessin Astrid muss aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.

Größte Wirtschaftsmission in die Türkei 

Die Delegation besteht aus Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern. Unter den politischen Teilnehmern befinden sich unter anderem der flämische Ministerpräsident der flämischen Nationalisten Matthias Diependaele (N-VA) sowie der Föderalminister Maxime Prévot von den frankophonen Konservativen (Les Engagés) und Theo Francken (N-VA).

Im Mittelpunkt stehen unter anderem bis zu 14 angestrebte Vertragsabschlüsse in Istanbul. Mathilde hatte bereits als Prinzessin Wirtschaftsmissionen begleitet, unter anderem auch in die Türkei im Jahr 2012.

Begrüßung in der Türkei

Verteidigungsindustrie als einer der Schwerpunkte 

Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf der Verteidigungs- und Technologieindustrie. Geplant ist unter anderem ein Besuch bei Baykar Teknoloji, einem der wichtigsten Akteure der türkischen Drohnenindustrie. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden internationalen Drohnenhersteller und Akteur der Verteidigungsindustrie entwickelt, dessen Systeme bereits in mehreren Konflikten eingesetzt werden.

Belgische Unternehmen liefern vor allem hochspezialisierte Technik, insbesondere Bauteile, die in größere türkische Verteidigungs- und Drohnensysteme eingebaut werden können.

Die Türkei setzt zunehmend auf den Ausbau ihrer Verteidigungs- und Hightech-Industrie und sucht dabei verstärkt die Anbindung an den europäischen Markt. Die Mission soll daher nicht nur Handelsbeziehungen stärken, sondern auch die industrielle Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie Verteidigung, Technologie und Luftfahrt vertiefen.

Am zweiten Tag ihrer Wirtschaftsmission in der Türkei wurde Königin Mathilde von Präsident Erdoğan und seiner Frau empfangen

Der Empfang fand in der Präsidentenresidenz Vahdettin in Istanbul statt, einem im osmanischen Stil wiederaufgebauten Gebäude, das die Moderne mit der reichen Geschichte der Stadt verbindet. Auch Außenminister Prévot und Außenhandel- und Verteidigungsminister Francken waren anwesend. Im Anschluss an den Empfang wurden weitere Gespräche mit den türkischen Ministern der einzelnen Fachbereiche geführt, um die laufenden Wirtschaftsprojekte in dieser Hinsicht voranzubringen.

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