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Polizei findet 85 Granaten aus dem Ersten Weltkrieg in Westflandern und warnt: „Schon die Berührung ist gefährlich!“

In der Region Westhoek in der Provinz Westflandern mahnt die Polizei einmal mehr eindringlich davor, Granaten aus dem Ersten Weltkrieg anzufassen oder gar zu bewegen. Die Polizei entdeckte kürzlich im Raum Ypern weitere 85 Granaten, die ordentlich übereinandergestapelt lagen, wie jetzt bekannt wurde. Mehr als 100 Jahre nach dem „Großen Krieg“ tauchen immer noch täglich Kriegsgeschosse auf. Sie stellen nach wie vor eine Gefahr dar.

Andreas Kockartz
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Der jüngste Fund ist aufgrund seiner Größe bemerkenswert: 85 Granaten, ordentlich übereinandergestapelt. Sie wurden vermutlich bei Feldarbeiten entdeckt und verbotenerweise beiseite geschafft. „Wir erhalten immer noch täglich Meldungen“, sagte Glenn Verdru von der Polizeizone Arro Ieper gegenüber VRT NWS. „Jede Granate birgt ein Unfallrisiko, selbst nach über 100 Jahren. Sie zu bewegen oder auch nur zu berühren ist gefährlich.“

„Die Sprengstoffe in der Munition können noch aktiv sein. Es handelt sich mitunter um Giftbomben, beispielsweise solche, die Phosphor enthalten. Chemische Reaktionen können unmittelbar nach dem Kontakt mit Luft auftreten. Schon das Einatmen geringer Mengen Rauch kann schwerwiegende Folgen haben“, so Verdru.

„Wenn Sie einen Sprengkörper oder andere alte Munition finden, rufen Sie die Polizei oder melden Sie den Fund über die kostenlose Polizei-App. Tritt aus dem Geschoss Flüssigkeit aus oder raucht sie? Befindet sie sich in der Nähe eines Wohngebiets, einer Schule oder eines Spielplatzes? Dann wählen Sie den Notruf 112. Wir verständigen dann den Kampfmittelräumdienst DOVO“, schließt Verdru.

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