Der ehemalige belgische Nationaltorhüter und Bayernspieler Jean-Marie Pfaff (Foto) versteigert seine Sammlung von Fußball-Memorabilia. Ein Trikot, das einst von Diego Maradona getragen wurde, ist das Highlight der Auktion mit einem Startpreis von 350.000 €. Die Versteigerung findet am 23. Mai in Paris statt.
Der frühere belgische Nationaltorhüter Jean-Marie Pfaff versteigert seine Fußballsammlung mit einem Maradona-Trikot als Herzstück
Jean-Marie Pfaff gilt weithin als einer der größten belgischen Torhüter aller Zeiten. Er spielte sechs Saisons lang für den FC Bayern München und war viele Jahre lang die Nummer eins im Tor der belgischen Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft 1986 wurde er zum Torhüter des Turniers gewählt.
Im Laufe seiner Karriere trug Pfaff eine umfangreiche Sammlung von Fußball-Memorabilia zusammen, darunter legendäre Trikots von Weltstars wie Johan Cruyff und Michel Platini sowie mehrere Trikots von Europameisterschaften und Weltmeisterschaften. Die Sammlung war lange in einem Pop-up-Museum in Beveren (Ostflandern) ausgestellt, das im vergangenen Sommer seine Pforten schloss.
Der ehemalige Torwart hat sich daraufhin entschlossen, seine Sammlung zu verkaufen. Nach einer kurzen öffentlichen Ausstellung im König-Baudouin-Stadion wurden die Objekte nach Paris transportiert, wo sie am 23. Mai vom Auktionshaus Millon versteigert werden.
Getragenes Maradona-Trikot
Das Highlight der Auktion ist ein Trikot, das Diego Maradona bei der Weltmeisterschaft 1986 trug. Es stammt aus einem Trikottausch nach dem Halbfinale Belgien gegen Argentinien. Maradona signierte es bei einem Treffen der beiden Männer 2016 in Paris mit den Worten: „Para el simpatico Jean Marie con todo mi cariño“ („Für den liebenswerten Jean-Marie, mit all meiner Liebe“).
Das Trikot hat einen Startpreis von 350.000 €. Das ist eine deutliche Reduzierung gegenüber einem früheren Verkaufsversuch, bei dem das Gebot bei 640.000 € begann, aber kein Käufer gefunden wurde.
Pfaff erklärte seine Entscheidung gegenüber der Presse mit den Worten: „Ich habe im Laufe meiner Karriere eine wunderbare Sammlung aufgebaut. Jetzt, da das Museum geschlossen ist, wäre es schade, wenn sie irgendwo auf dem Dachboden verstauben würde. Und ich möchte diese Verantwortung nicht später meinen drei Töchtern überlassen.“
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