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Belgien präsentierte den Golfstaaten in Ostende seine Expertise in der Minenräumung

Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA, flämische Nationaldemokraten) empfing am vergangenen Mittwoch (6. Mai) Vertreter aus fünf Golfstaaten in Ostende. Die Delegation besuchte das NATO-Kompetenzzentrum für Marineminenabwehr („Naval Mine Warfare Centre of Excellence“) und das Technologieunternehmen Exail. Zur Delegation gehörten Vertreter aus Bahrain, Oman, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Andreas Kockartz
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Die Straße von Hormus ist von entscheidender Bedeutung für die globale Energieversorgung und den Welthandel. Schiffe zögern jedoch auch aufgrund der Bedrohung durch iranische Seeminen, die Meerenge zu passieren. Als einer der weltweit führenden Spezialisten für Minenräumung setzen die Golfstaaten auf Belgien, um die Straße von Hormus zu entminen.

In dieser Woche besuchte eine Delegation aus der betroffenen Region die Hafenstadt Ostende, um sich über diese Technologien zu informieren. Die Gruppe besichtigte das NATO „Naval Mine Warfare Centre of Excellence“ und Exail, ein Unternehmen, das sich auf Unterwasserdrohnen zur Erkennung und Zerstörung von Seeminen spezialisiert hat.

„Die Golfstaaten suchen Partner und Expertise, um ihre Minenräumkapazitäten auszubauen und die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten“, sagte Belgiens Verteidigungsminister Francken. Belgien könne durch Ausbildung, Kooperation und operative Einsätze zur Sicherheit in der Straße von Hormus beitragen. Kurse seien bereits für Katar geplant und weitere Länder hätten Interesse bekundet.

Steigende Nachfrage

Laut Francken zeigen die Golfstaaten auch Interesse an belgischer Verteidigungstechnologie, was zu Aufträgen in diesem Sektor führen könnte.

Exail-CEO Steven Luys bestätigte, dass die weltweite Nachfrage nach Minenräumsystemen angesichts der Spannungen im Nahen Osten stark ansteigt. Das Unternehmen habe bereits Systeme an die Emirate geliefert und plane, seine Produktionskapazität in Ostende zu erweitern und in diesem Jahr Dutzende zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

Die Unterstützung der Golfstaaten liege auch im eigenen Interesse Belgiens, fügte der Verteidigungsminister hinzu: „Die Häfen von Antwerpen und Zeebrügge sind teilweise auf sichere Seewege angewiesen. Eine Lösung für die Straße von Hormus ist für alle von Vorteil.“

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