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Selbstfahrende Autos könnten bald auf Flanderns Straßen fahren

Die flämische Regierung prüft derzeit, ob selbstfahrende Tesla-Fahrzeuge bald auf Flanderns Autobahnen zugelassen werden können. Das teilte die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder von den flämischen Nationalisten (N-VA) mit. Ihr Ministerium wurde beauftragt, rasch Klarheit über eine mögliche Zulassung von Fahrzeugen mit überwachtem autonomen Fahren (FSD) zu schaffen.

Eric Steffens Anne Mettlen
Veröffentlicht:

In den Niederlanden wurde im vergangenen Monat beschlossen, selbstfahrende Autos des Herstellers Tesla als erstes Land in Europa auf der öffentlichen Straßen zuzulassen. „Der Rest Europas könnte bald folgen“, hieß es damals. Nun wird diese Möglichkeit auch von der flämischen Regierung geprüft.

„Anlässlich des Pilotprojekts in den Niederlanden habe ich Tesla darum gebeten, uns die Unterlagen zu übermitteln“, erklärte die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder auf X. „Diese Unterlagen liegen nun meiner Verwaltung vor.“

Bis Ende der Woche soll Klarheit über eine mögliche und rasche Genehmigung geschaffen werden. „Innovation darf nicht gebremst, sondern muss auf durchdachte und sichere Weise ermöglicht werden“, so die Mobilitätsministerin.

Die Verantwortung bleibt beim Fahrer 

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um „Full Self-Driving (FSD) Supervised“-Pkws von Tesla. Das Unternehmen gehört dem umstrittenen Tech-Milliardär Elon Musk.

Die FSD-Fahrzeuge wurden in den Niederlanden einen Monat lang gründlich getestet und anschließend zugelassen. „Es handelt sich nicht um vollständig autonomes Fahren. Das Fahrzeug fährt von A nach B, aber als Fahrer muss man ständig aufmerksam bleiben und bei Bedarf eingreifen“, erklärt Steven Latré, Vizepräsident für KI am Interuniversity Microelectronics Centre (IMEC), einem der größten Forschungszentren für Nano- und Mikroelektronik mit Hauptsitz in Löwen. 

Steven Latré berichtet, dass ein FSD-Auto zu etwa 98 % autonom funktioniert. Dennoch muss die Person hinter dem Lenkrad jederzeit aufmerksam bleiben. „Sobald man nicht mehr auf die Straße schaut, erkennt das System das und wechselt in den manuellen Modus.“

Kein fehlerfreies System 

Das europäische Straßennetz gilt als komplexer als das US-amerikanische, für das die FSD-Autos ursprünglich entwickelt wurden. Tesla absolvierte für die Zulassung in den Niederlanden 13.000 Testfahrten mit insgesamt rund 1,6 Millionen Kilometern auf europäischen Straßen.

Dennoch handelt es sich nicht um ein fehlerfreies System. „Auch die Technologie hat Fortschritte gemacht. Das zeigt, dass diese Autos in der Lage sind, sich gut anzupassen. Aber es können auch Fehler unterlaufen, die auch wir Menschen begehen. Zum Beispiel, wenn wir an einer Kreuzung mit sechs oder sieben Straßen zwei- oder dreimal hinschauen müssen“, so Steven Latré.

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