Die Reederei MSC, die ein Containerdock im Hafen von Antwerpen/Zeebrügge betreibt, fährt mit ihren Schiffen auf einer neuen Route zwischen der Golfregion und Europa hin und her. MSC umgeht damit der durch den Nahost-Konflikt gestörten Straße von Hormus.
Reederei am Antwerpener Hafen fährt auf einer neuen Route in die Golfregion
Die Reederei MSC, die weltweit im Bereich des Containertransports aktiv ist, fährt jetzt durch das Rote Meer nach Saudi-Arabien. Von dort aus werden die Container mit Zügen oder mit Lastwagen in Richtung des Persischen Golfs transportiert. In dortigen Häfen werden die Container erneut umgeladen und zwar auf kleinere Frachter, die sie in der Region zu ihren Bestimmungsorten bringen.
Marc Beerland von MSC Belgien bestätigte gegenüber VRT NWS, dass die Route über das Rote Meer ein Umweg für die Containerschiffe sei und dass der Landweg den Transport noch weiter verzögere, doch seiner Ansicht nach, ist dies eine positive Alternative: „Das dauert vielleicht etwas länger als durch die Straße von Hormus, doch das ist eine sichere Alternative.“
Der erste Containerfrachter, der diese Route nehmen wird, legt am 10. Mai in Antwerpen ab und läuft zunächst noch weitere europäische Häfen an.
Die Reederei MSC will auf diesem Wege rund 150.000 Container pro Woche zwischen europäischen Standorten wie Antwerpen und der Golfregion transportieren. Hierbei handelt es sich wohl in erster Linie um Container, in denen Lebensmittel transportiert werden.
