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Hier muss dringens renoviert werden...

Der Antwerpener Premetro-Tunnel unter der Schelde wird für 11 Monate wegen Sanierung gesperrt

Seit Montagmorgen wird der Premetro-Tunnel unter der Schelde in Antwerpen für 11 Monate gesperrt. Der Tunnel muss dringend saniert werden, unter anderem wegen Asbestfunden. Der Zeitpunkt der Arbeiten ist alles andere als ideal, da der öffentliche Nahverkehr zwischen dem linken und rechten Scheldeufer aufgrund der Bauarbeiten an der Oosterweel-Verbindung gerade jetzt so wichtig ist. Welche Alternativen gibt es? Oder steuert Antwerpen auf ein neues Verkehrschaos zu?

Andreas Kockartz
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Der Premetro-Tunnel für die Straßenbahnen zwischen dem linken und rechten Scheldeufer muss dringend saniert werden. Ursprünglich waren vier Monate für die Arbeiten vorgesehen, doch diese verlängerten sich auf 11 Monate, da im Tunnel mehr Asbest gefunden wurde als erwartet. Die Arbeiten beginnen an diesem Montag (4. Mai) und werden voraussichtlich bis Ende März 2027 dauern.

Es werden erhebliche Verkehrsbehinderungen befürchtet, da die Tram-Verbindung unter der Schelde von vielen Pendlern und Studierenden vom linken Scheldeufer und aus der Region Waasland genutzt wird, die in Antwerpen arbeiten oder studieren. Die Straßenbahnlinie unter der Schelde verbindet unter anderem den Pendlerparkplatz am Linkeroever und die ostflämische Gemeinde Melsele.

Gerade jetzt, wo die Arbeiten an der Oosterweel-Verbindung in vollem Gange sind, kommt die vorübergehende Sperrung des Straßenbahntunnels zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Weitere Verzögerungen waren jedoch unumgänglich, da die Straßenbahnschienen bis auf die Oberleitung abgenutzt sind. Bald wird sich zeigen, ob die Alternativen zur Straßenbahn ausreichen, um die 1.700 Fahrgäste pro Stunde, die normalerweise den Straßenbahntunnel nutzen, auf die andere Schelde-Seite zu befördern.

Zum ersten Mal seit seiner Stilllegung im Jahr 1984 halten Züge wieder am Bahnhof Antwerpen-Linkeroever. Die vorübergehende Wiedereröffnung ist eine der Alternativen zur Schließung des Premetro-Tunnels. Hier haben die belgische Bahn (NMBS), das flämische ÖPNV-Unternehmen De Lijn und die regionalen und lokalen Verkehrsbehörden sehr eng kooperiert.

ANSEHEN
Alter Bahnhof wiedereröffnet: Antwerpen-Linkeroever

Wie kommt man auf die andere Seite der Schelde?

  • Es wird befürchtet, dass viele Pendler auf das Auto ausweichen werden, um nach Antwerpen zu gelangen. Dies dürfte zu noch längeren Staus führen als bisher. Um einem massiven Verkehrschaos vorzubeugen, wurden verschiedene Alternativen bereitgestellt:

  • Der Bahnhof Linkeroever in Zusammenhang mit dem Ausfall der Straßenbahnen neu geöffnet worden. Zwei Züge pro Stunde halten dort in Richtung Dendermonde oder Gent sowie in Richtung Antwerpen-Süd, Antwerpen-Berchem und Antwerpen-Zentral.

  • 19 Gelenkbusse verkehren zwischen dem Park-and-Ride-Platz Linkeroever und dem Opernplatz über den Kennedy-Tunnel. Problematisch ist, dass diese Busse sich im Kennedy-Tunnel in den übrigen Verkehr einordnen müssen, der ohnehin schon häufig von Staus betroffen ist.

  • Kleinere Shuttlebusse verkehren zwischen dem Klinikzentrul ZAS Cadix (rechtes Ufer) und dem Pflegeheim Hof ​​ter Schelde (linkes Ufer) über den Waasland-Tunnel.

  • Die Buslinie 36 wird verlängert. Der Bus fährt entlang der Blancefloerlaan zum provisorischen Bahnhof am Linkeroever und hält auch in der Nähe der Anlegestelle der Sint-Anna-Fähre.

  • Die Sint-Anna-Fähre (für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer) verkehrt alle 15 Minuten.

  • Der Sint-Anna-Tunnel ist für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Nachteil: Die alten Aufzüge und Rolltreppen im Tunnel sind oft außer Betrieb.

  • Der Kennedy-Fahrradtunnel ist für Fahrräder, Pedelecs und Mopeds zugänglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von slimnaarantwerpen (steht für "Schlau nach Antwerpen" und ist auch auf Deutsch zu finden) oder De Lijn Antwerpen (auch auf Deutsch).

Die Premetro-Station am Antwerpener Opernplatz

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