Die belgische Bundesregierung hat sich auf ein Verbot von Aromen in E-Zigaretten und Vapes geeinigt. Ab dem 1. September 2028 dürfen nur noch E-Zigaretten ohne Aroma und mit Tabakgeschmack verkauft werden. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, flämische Sozialisten) erklärte, die Maßnahme diene in erster Linie dem Schutz junger Menschen.
Vapes: Ab September 2028 sind in Belgien nur noch neutrale und Tabak-Aromen in E-Zigaretten erlaubt
„Mit ihren verlockenden Aromen sind Vapes gezielt darauf ausgelegt, junge Menschen zum Rauchen zu verführen. Das ist inakzeptabel und muss aufhören“, so Vandenbroucke: „Es ist unsere Pflicht, die Gesundheit der Bevölkerung und insbesondere die junger Menschen zu schützen.“
Der Konsum von Vapes und E-Zigaretten hat auch hierzulande in den letzten Jahren stark zugenommen, vor allem unter jungen Menschen. „Aromen spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie machen E-Zigaretten attraktiver und verschleiern ihre Schädlichkeit,“ so der Gesundheitsminister.
Tests haben zudem gezeigt, dass einige E-Zigaretten Schadstoffe wie Pestizide oder Blei enthalten. Die Maßnahme folgt der Empfehlung des Hohen Gesundheitsrats. Im vergangenen November wurde eine deutliche Reduzierung der zulässigen Aromen gefordert. Belgien folgt damit dem Beispiel der Niederlande, wo ein ähnliches Verbot bereits gilt. Eine dortige Studie zeigt einen Rückgang des E-Zigarettenkonsums: Zwei von fünf Nutzern dampfen weniger, und 22 Prozent haben ganz aufgehört.
Das belgische und niederländische Verbot könnte bald ein EU-weites Aromen-Verbot bei Vapes ermöglichen.
