Bpost-Chef Chris Peeters (Foto) ist zuversichtlich, dass bis Ende Mai eine endgültige Einigung mit den Gewerkschaften erzielt wird. Die Grundzüge stünden fest, so Peeters, auch wenn einige Punkte noch geklärt werden müssten.
Bpost-Chef Peeters: „Sozialverhandlungen zu den Reformen bei der belgischen Post bis Mai abgerundet“
Er bedauert, dass in den vergangenen Wochen viele Fehlinformationen unter den Mitarbeitern verbreitet wurden. Chris Peeters gab am Donnerstag im der VRT-Magazinsendung „TerZake“ („Zur Sache“) sein erstes Fernsehinterview seit den Streiks bei der Post, die inzwischen bereits in einigen Regionen rund einen Monat lang andauern.
Aufgrund dieser Streiks - die inzwischen fast vollständig beendet sind - konnten Hunderttausende Briefe und Pakete nicht zugestellt werden. Dies habe dem Vertrauen in Bpost einen schweren Schlag versetzt, sagte Peeters. Man müsse jetzt damit beginnen, dieses Vertrauen wiederherzustellen.
Die Bpost-Mitarbeiter hatten Ende März aus Sorge vor den geplanten Arbeitszeitänderungen im Rahmen des Dienstplanreform ihres Unternehmens mit ihren Streiks begonnen. In Zukunft sollen z.B. die Briefträger später mit der Arbeit bzw. mit ihren Schichten beginnen, was auch dazu führt, dass sie erst später am Tage Feierabend haben.
Einige wenige Sortier- und Vertriebszentren bei der belgischen Post werden noch immer von streikenden Mitarbeitern blockiert und daran konnten auch Gerichtsvollzieher, die Bpost angerufen hatten, nur bedingt etwas ändern.
