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Ein bei Siemens in Deutschland für die Regionalbahnen in Baden-Württemberg gebauter Hybridzug - Solche Züge könnten auch in Belgien zum Einsatz kommen

Hybridzüge sollen alte Dieselzüge auf vier ostflämischen Strecken ersetzen: „Günstiger als der Bau neuer Oberleitungen“

Der belgische Infrastruktur- und Bahnnetzbetreiber Infrabel, ein Tochterunternehmen der belgischen Eisenbahngesellschaft NMNS/SNCB, bereitet vier Strecken in der Provinz Ostflandern für den Einsatz von Batteriezügen vor. Diese Züge, sogenannte Hybridzüge, können sowohl mit Strom aus Oberleitungen als auch mit Batterien betrieben werden. Sie sollen die umweltschädlichen Diesel-Personenzüge ersetzen, die derzeit noch auf Strecken ohne Oberleitung verkehren.

Andreas Kockartz
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Die Investition von über 27 Mio. € ist Teil der Überarbeitung des mehrjährigen Investitionsplans von Infrabel. Durch die Verschiebung des Baus der Güterzugstrecke zwischen Gent und Terneuzen (ebenfalls in Ostflandern) werden Mittel frei, um in Strecken ohne Oberleitung zu investieren. Dies betrifft die Verbindungen Gent–Eeklo, Aalst–Burst, De Pinte–Ronse und Melle–Geraardsbergen.

Infrabel wird an bestimmten Stellen kurze Oberleitungsabschnitte bereitstellen, an denen die Züge aufgeladen werden können. „Man kann das mit einer Ladestation für ein Elektroauto vergleichen“, sagt Thomas Baeken, Sprecher von Infrabel. Ein Batteriezug kann seine Batterie dort kurzzeitig über einen Stromabnehmer auf dem Dach aufladen und so seine Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. In diesem Zusammenhang wird ein Traktionsunterwerk verstärkt.

Hybridbetrieb

Die Entscheidung für Batteriezüge passt zum übergeordneten Ziel eines umweltfreundlicheren Schienenverkehrs in Belgien. Derzeit werden auf nicht elektrifizierten Strecken noch Triebzüge mit Dieselmotoren eingesetzt. Durch den Umstieg auf Batterietechnologie werden die CO₂-Emissionen deutlich sinken. Neben den Umweltaspekten spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle. Obwohl Batteriezüge in der Anschaffung teurer sind als Dieseltriebzüge, sind sie immer noch günstiger als der Bau von Oberleitungen entlang der gesamten Bahnstrecke.

Die für diese Strecken vorgesehenen Züge sind Hybridzüge, wie sie bereits in Deutschland bei Regionalbahnen unterwegs sind (Foto oben), die sowohl Strom aus den bestehenden Oberleitungen ziehen, als auch mit der in den Batterien gespeicherten Energie aus eigener Kraft fahren. Die NMBS hat 24 batteriebetriebene Reisezüge bestellt, die im Laufe des Jahres 2032 in Betrieb genommen werden sollen. Dies ist eine Premiere für den Schienenverkehr in Belgien. 

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