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Inland
Wirtschaft

Sicherheitslage und geopolitische Situation beeinflussen Reisepläne der Belgier

Sicherheits- und geopolitische Rahmenbedingungen spielen bei der Wahl des Urlaubsziels eine immer größere Rolle. Zudem belastet die wirtschaftliche Lage auch das Urlaubsbudget. Die Bereitschaft, in den Urlaub zu fahren, bleibt jedoch ungebrochen. Das geht aus dem 25. Urlaubsbarometer des Reiseversicherers Europ Assistance hervor, das am Dienstag vorgestellt wurde.

Jens Van Reet Belga
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Für das Urlaubsbarometer hat das Forschungsinstitut Ipsos im Auftrag von Europ Assistance Menschen in 26 Ländern befragt, davon 15 in Europa. In Belgien nahmen 1.000 Personen an der Untersuchung teil. Die Umfrage begann am 27. Februar und fiel damit nahezu mit dem Beginn des Krieges im Iran zusammen, was höchstwahrscheinlich Einfluss auf die Ergebnisse hatte.

So werden geopolitische Gründe und die Sicherheitslage als wichtigste Risikofaktoren bei der Wahl des Reiseziels genannt. Insgesamt 57 Prozent der Belgier geben an, die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts zu berücksichtigen.

Zum Vergleich: 2022, dem Jahr, in dem der Krieg in der Ukraine ausbrach, war dies nur für 24 Prozent der reisenden Belgier ein wichtiger Faktor. Zudem wird auch die Gefahr terroristischer Anschläge (48 Prozent) weiterhin als bedeutendes Risiko angesehen.

Insgesamt geben 72 Prozent der Belgier an, in diesem Sommer mindestens einmal verreisen zu wollen. Dieser Anteil blieb nahezu stabil (73 Prozent im Jahr 2025). Zwanzig Prozent der Belgier entscheiden sich für einen Urlaub im eigenen Land (+5 Prozentpunkte gegenüber 2025). Rund drei Viertel der Belgier (76 Prozent) buchen eine Reise in Europa, was im Vergleich zum Vorjahr (57 Prozent) einen deutlichen Anstieg darstellt.

Krieg im Nahen Osten und Inflation

Nach den Ursachen dieser Entwicklung wurde nicht gefragt, doch wahrscheinlich spielt auch hierbei die geopolitische Lage eine Rolle. Reisen nach Asien oder in den Nahen Osten (von 10 auf 5 Prozent) sowie nach Afrika (von 8 auf 4 Prozent) sind deutlich weniger beliebt.

Schließlich zeigt sich auch, dass die Inflation und andere finanzielle Faktoren die Reisepläne belasten. Das durchschnittliche Urlaubsbudget belgischer Familien beträgt 2.545 Euro und liegt damit 6 Prozent unter dem Wert von 2025 (2.710 Euro). Dieses Budget liegt jedoch weiterhin 456 Euro über dem europäischen Durchschnitt.

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