Einige hundert Polizisten aus ganz Belgien demonstrierten am Freitagmorgen in Brüssel aus Protest gegen das Ausbleiben der von Bundesinnenminister Bernard Quintin (MR, frankophone Liberale) versprochene Gehaltserhöhung. Thema der Proteste war auch die neue Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Polizisten.
Die Regelung zum vorzeitigen Ruhestand wurde vor einiger Zeit angepasst. Polizisten dürfen künftig nur noch zwei Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in den Ruhestand treten, statt wie bisher vier Jahre.
Die Polizeigewerkschaften führten nach der Demonstration am Freitag direkte Gespräche mit dem Vorsitzenden der MR, George Louis Bouchez, der ihnen versicherte, die versprochene Gehaltserhöhung werde jetzt doch erfolgen und die Regelung zum vorzeitigen Ruhestand bleibe vorerst unverändert, bis eine neue Regelung gefunden sei.
Die Polizisten zeigten sich nach ihrem Treffen mit Bouchez und Quentin im Hauptquartier der französischsprachigen Liberalen der MR in Brüssel zufrieden. „Die versprochene Gehaltserhöhung kommt nun doch“, sagte Carlo Medo von der Polizeigewerkschaft NSPV im Anschluss an die Gespräche.
