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Moody's senkt Kreditwürdigkeit der Wallonie sowie der französischen und flämischen Region

Die US-Ratingagentur Moody's hat am Dienstagabend die Bonität Flanderns (von Aa3 auf A1), der Französischen Gemeinschaft (von A2 auf A3) und Walloniens (von A3 auf Baa1) herabgestuft – eine automatische Folge der Herabstufung der Bonität Belgiens Ende letzter Woche.

Belga
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Am vergangenen Freitag hat Moody’s das belgische Länderrating von Aa3 mit negativem Ausblick auf A1 mit stabilem Ausblick herabgestuft. Nach Ansicht der US-Ratingagentur wird die belgische Bundesregierung trotz der eingeleiteten Haushalts- und Strukturreformen nicht in der Lage sein, ausreichende Maßnahmen zur Stabilisierung der Schuldenlast umzusetzen.

Bereits 2024 hatte Moody's den Ausblick für das belgische Länderrating von „stabil“ auf „negativ“ herabgestuft. Diese Entscheidung hatte zu einer Angleichung der Ausblicke der von der Agentur bewerteten föderalen Einheiten geführt, ohne dass deren Rating geändert wurde.

Das Jahr 2025 war zudem von mehreren Herabstufungsentscheidungen geprägt: Fitch hatte das Rating des Bundes und Flanderns gesenkt, während Standard & Poor’s das Rating von Brüssel-Hauptstadt herabstufte, das Bundesrating hingegen unverändert ließ. Moody’s war zu diesem Zeitpunkt die einzige große Ratingagentur, die keine Herabstufung einer belgischen Gebietskörperschaft vorgenommen hatte. Mit dem Rückgang von A3 auf Baa1 fällt das Rating Walloniens nun in die Kategorie der sogenannten „unterdurchschnittlichen Bonität“.

AA3? A1? Was heißt das?

Eine Ratingagentur bewertet die Bonität von Unternehmen und Staaten. Sie schätzt die Wahrscheinlichkeit ein, mit der diese in der Lage sind, ihre Schulden zurückzuzahlen.

Ratingagenturen prüfen verschiedene Parameter, um ihr Rating zu vergeben. Sie berücksichtigen das Haushaltsdefizit, die Gesamtverschuldung, aber auch die wirtschaftliche Lage und die Pläne, die die Regierung in den kommenden Jahren umsetzen will.

Die bekanntesten und einflussreichsten Ratingagenturen sind Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s (S&P). Zur Angabe ihrer Bewertung verwenden sie eine Skala von AAA (für die besten Länder) bis D. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es etwa zwanzig Abstufungen der Bonität.

Ein von Moody’s vergebenes AA-Rating bedeutet, dass das Risiko, dass ein Land seine Schulden nicht zurückzahlen kann, nach Ansicht der Agentur „sehr gering“ ist. Bei einem A-Rating ist dieses Risiko „gering“.

Drei wesentliche Gründe

Moody’s begründet diese Herabstufung mit der Senkung des belgischen Länderratings um eine Stufe von Aa3 auf A1. Die Ratingagentur verweist zudem auf die Verschlechterung der Finanzlage der Regionen und Gemeinschaften (wie in Belgien die Bundesländer genannt werden), die auf aufeinanderfolgende Schocks, die automatische Kopplung der Löhne an die Inflation und umfangreiche Investitionsprogramme zurückzuführen ist. Schließlich hebt sie die mangelnde haushaltspolitische Koordinierung zwischen den verschiedenen Regierungsebenen hervor.

Diese Entscheidung, die vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, Instabilität auf den Finanzmärkten und einer Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in Europa getroffen wurde, „unterstreicht umso mehr die Notwendigkeit, einen glaubwürdigen und kontrollierten Haushaltskurs beizubehalten, um das Vertrauen der Märkte zu wahren und die Kontinuität öffentlicher Investitionen zu gewährleisten“, betonen insbesondere die wallonischen Behörden.

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