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Wissenschaftlerin aus Antwerpen erhält begehrte Auszeichnung in den USA

Die Wissenschaftlerin Rosa Rademakers (Foto) von der Universität Antwerpen (UAntwerpen) ist in den USA mit dem prestigeträchtigen „Breakthrough Prize in Life Sciences“ ausgezeichnet worden. Dieser Preis gilt als eine Art Wissenschafts-Oscar. 

Andreas Kockartz
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Rosa Rademakers forscht im Bereich der Gentechnik. Sie und ihr Wissenschaftsteam haben schon vor 15 Jahren herausgefunden, dass bestimmte Form von Demenz, die frontotemporale Demenz, und der tödlichen Muskelschwäche-Erkrankung ALS (Amyotrophische Laterale Sclerose) die gleiche Ursache haben. Damit wurde erkannt, dass sich diese beiden eher unterschiedlichen Krankheiten doch mehr gleichen, als bis dahin bekannt.

Rademakers war sehr überrascht, dass gerade sie diesen Preis entgegennehmen durfte. Gegenüber VRT NWS sagte sie: „Unglaublich… Mir fehlen die Worte. Das ist natürlich eine fantastische Anerkennung, nicht nur für meine eigene Arbeit, sondern auch für alle Kollegen in unserem Labor, die jeden Tag hart arbeiten.“

Rademakers widmet diesen mit über 2,5 Mio. € dotierten Preis, der zur Hälfte an einen US-Wissenschaftler geht, denn auch allen Wissenschaftlern, die dem prämierten Projekt mitgeforscht haben. 

Durchbruch: Erkrankungen in einer Familie

Die Wissenschaft wusste bereits, dass es eine Verbindung zwischen der frontotemporalen Demenz und ALS geben müsse, da in einigen Familien beide Erkrankungen vorkamen. Diese Demenzform ist auch als „Jungdemenz“ bekannt, da sie bei Personen vorkommt, die noch keine 65 Jahre alt sind.

Es ist auch möglich, dass eine Person beide Krankheiten gleichzeitig bekommt. Diese Umstände wurden von Rademakers und ihren Team genauer untersucht und bei diesem Ansatz konnte belegt werden, dass beide den gleichen Ursprung haben, was der Wissenschaft in diesem Bereich einen Riesenschritt weiterbrachte. 

Wer ist Rosa Rademakers?

Der Name Rosa Rademakers mag nicht jedem sofort bekannt sein, doch sie zählt seit Jahren zu den führenden Expertinnen in der Demenzforschung. Rosa Rademakers wurde 1978 in den Niederlanden geboren und zog mit 13 Jahren nach Antwerpen. Nach ihrem Biochemie-Studium an der Universität Antwerpen (UAntwerpen) und ihrer Promotion ging sie 2005 mit einem Postdoktoranden-Stipendium an die Mayo Clinic in Florida. Aus dem ursprünglich auf ein Jahr geplanten Aufenthalt wurden 14 Jahre. Rademakers wurde dort Professorin.

2019 kehrte Rademakers schließlich nach Antwerpen zurück und übernahm die wissenschaftliche Leitung des Zentrums für Molekulare Neurologie am Flämischen Institut für Biotechnologie (VIB) und der Uni von Antwerpen. Sie ist dort die Nachfolgerin der renommierten Demenzexpertin Christine Van Broeckhoven. 2022 erhielt Rademakers den „Generet-Preis für Seltene Erkrankungen“, die renommierteste Auszeichnung für die wissenschaftliche Forschung an seltenen Erkrankungen in Belgien und Europa. Dieser Preis war mit 1 Mio. € dotiert.

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