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Der Scheidung der Provinzen Limburg vor 187 Jahren gedacht: „Limburger zu sein ist ein Privileg“

Dialektvereinigungen aus Belgisch- und Niederländisch-Limburg gedachten am vergangenen Wochenende am „Limburg-Tag“ beidseits des Itterbeek in Kinrooi der Scheidung der Provinzen Limburg. Am 19. April vor 187 Jahren wurde die Provinz Limburg in den Niederen-Landen geteilt. Die Feierlichkeiten fanden mit Musik, Gedichten und Reden – natürlich alles auf Limburgisch – statt. Als krönender Abschluss wurde auf Schloss Borgitter, der Inspirationsquelle für die limburgische Nationalhymne , eine besondere inter-limburgische Flagge gehisst (Foto).

Andreas Kockartz
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„Wir feiern nicht den 19. April, sondern gedenken der Teilung der beiden Limburgs im Jahr 1839“, erklärte Felix Bergers von der Dialektvereinigung „Veldeke Bels(j) Limburg“: „Limburg wurde durch den Vertrag von London über den Köpfen der Bevölkerung hinweg zerrissen. Tatsächlich war ganz Limburg pro-belgisch eingestellt.“

„Die beiden Provinzen verbindet ein enges Band“, erzählte Bergers gegenüber VRT NWS weiter: „Das liegt zum Teil an der gemeinsamen Sprache. Aber wir teilen auch den Rest unserer Kultur, wie zum Beispiel unsere Essgewohnheiten. Jeder Limburger – und es sind etwa zwei Millionen – kennt dieses Limburger Lebensgefühl.“

Warum musste Limburg geteilt werden?

Belgisch- und Niederländisch-Limburg wurden 1839 geteilt, weil die europäischen Großmächte im Zuge der belgischen Revolution und der belgischen Staatsgründung eine Gebietsreform durchsetzten. Belgien musste Teile Limburgs abtreten, um internationale Anerkennung und Entschädigungen für Luxemburg zu erhalten. Der niederländische König Wilhelm I. lehnte diese Regelung jahrelang ab, stimmte aber schließlich dem Vertrag von London zu. West-Limburg wurde belgisch, Ost-Limburg ging im Rahmen eines diplomatischen Austauschs an die Niederlande.

Wie steht es um den limburgischen Dialekt?

„Von Kindesbeinen an werden wir in Limburgisch, unserer Muttersprache, erzogen“, ergänzte Ton Theelen von der Vereinigung „Veldeke Nederland“: „Es verfügt über einen enormen Wortschatz und Wert. Man kann natürlich Fremdsprachen lernen, aber ich sage immer, dass wir 67 % mehr Wörter haben, um uns auszudrücken. Es ist ein Privileg, Limburger zu sein und diese Sprachen zu lernen und zu sprechen.“

„Das ist lebendiges, sprachliches Erbe“, betont Bergers: „Wenn es nicht mehr gesprochen wird, ist es eine tote Sprache. Sie kann in schriftlicher Form überleben, aber ich finde es wichtig, dass die Einwohner Limburgs sich in unserer Umgangssprache unterhalten können. Wenn man das lange erhalten will, muss man auch den Kindern Limburgisch beibringen.“

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