Vor rund 600 Gästen hat Tom Smith, Sänger der britischen Indie‑Rock‑Band Editors, ein Solokonzert in der Kirche von Laken gegeben. In einem Interview mit VRT NWS‑Redakteurin Kristien Bonneure sprach Smith von der besonderen Akustik des sakralen Raums: „Der Klang bleibt hier viel länger hängen“, sagte er. „Man spürt jede Note intensiver.“
Tom Smith ist seit der Gründung von Editors im Jahr 2002 die prägende Stimme der Band. Mit seinem tiefen Bariton und melancholischen Texten hat er den Sound der Gruppe entscheidend geprägt. Editors zählen seit ihrem Debütalbum The Back Room zu den erfolgreichsten britischen Indie‑Bands der letzten zwei Jahrzehnte und genießen besonders in Belgien und den Niederlanden eine treue Fangemeinde.
Immer häufiger suchen Musiker bewusst ungewöhnliche Orte, um ihre Musik in einem anderen Kontext erlebbar zu machen. „In solchen Räumen entstehen auch Momente unbequemer Stille“, sagte Smith dem Publikum in der Kirche im Brüsseler Stadtteil Laken. Gerade diese Stille mache den Reiz aus.
Auf seiner aktuellen Solotour wolle er Orte bespielen, an denen er mit Editors sonst nicht auftreten würde. Das Programm bestand aus eigenen Songs sowie reduzierten, neu interpretierten Editors‑Stücken, die Smith ausschließlich mit akustischer Gitarre vortrug. Die sonst oft düsteren, elektronisch aufgeladenen Kompositionen der Band erhielten so einen intimen, fast zerbrechlichen Charakter.
Das Konzert in Laken unterstrich einmal mehr Tom Smiths Ruf als intensiver Live‑Performer, der auch ohne große Inszenierung allein mit Stimme und Instrument eine starke Atmosphäre schaffen kann.
