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Inland
Justiz

Antwerpen: Minderjährige zu sexuellen Handlungen in einem Antwerpener Nightshop gezwungen

Die Antwerpener Bürgermeisterin Els van Doesburg hat einen Nachtladen im Stadtteil Kiel für vier Monate schließen lassen. Der Betreiber soll Minderjährige sexuell ausgebeutet haben und in Menschenhandel verwickelt sein. Die Jugendlichen sollen mit „gratis“ Zigaretten und Vapes angelockt worden sein. Die Räumlichkeiten werden bis einschließlich 21. August 2026 versiegelt. 

Belga Martina Luxen
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Die Polizei vernahm von besonders schutzbedürftigen Jugendlichen, dass der Betreiber des Ladens junge Menschen mit gratis Zigaretten, Vapes oder Lebensmitteln anlockte. Anschließend habe er sie gezwungen, sexuelle Handlungen in einem Hinterzimmer zu erbringen. 

Der Betreiber hatte zudem regelmäßig Kontakt zu Personen, die der Polizei bereits wegen Anstiftung zur Kinderprostitution bekannt sind. Auf seinem Mobiltelefon wurden sexuell explizite Bilder sowie Hinweise auf ein größeres Netzwerk gefunden. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Nightshop als Treffpunkt für gefährdete Jugendliche genutzt wurde. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren. 

Schwere Hygienemängel

Darüber hinaus stellte die Polizei erhebliche Hygienemängel fest. Es gab Ungeziefer, außerdem wurden Exkremente sowie verdorbene Lebensmittel entdeckt – ein unmittelbares Risiko für die öffentliche Gesundheit. Trotz früherer Verwarnungen wurden keine Abhilfemaßnahmen ergriffen. 

Die Bürgermeisterin von Antwerpen ordnet nun eine verpflichtende Schließung für vier Monate an. Der Nachtladen muss von Mittwoch, dem 22. April, bis einschließlich Freitag, dem 21. August, geschlossen bleiben. Das Gebäude wird zusätzlich versiegelt. 

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