Die Aufräumarbeiten im Hafen von Antwerpen nach der Ölpest der vergangenen Woche dauern jetzt schon sechs Tage an. Am kommenden Sonntag steigt der Pegel der Schelde mit der Springflut an, wodurch das volle Ausmaß der Umweltschäden sichtbar wird. „Wir sehen, dass das Öl noch immer kilometerweit in Richtung Niederlande treibt“, sagte ein Sprecher der flämischen Naturschutzbehörde Natuurpunt am Mittwoch.
Weiter Umweltbedenken angesichts des Ausmaßes der Ölpest im Hafen von Antwerpen
„Erst am Montag, nach der Springflut, werden wir das wahre Ausmaß der Schäden erkennen. Wir hoffen natürlich, dass sie so gering wie möglich ausfallen.“ Zivilschutz und Freiwillige von Natuurpunt arbeiten in diesen Tagen auch am rechten Scheldeufer und entfernen Öl von der Hafeninfrastruktur, Schiffen und den angrenzenden Ufern.
Am linken Ufer der Schelde sind die Arbeiten offenbar etwas weniger aufwendig. Binnenschiffe werden am Anleger Galgenschoor gereinigt. Am Deurganck-Dock, wo es zu dem Leck kam, ist nach dem Ostteil inzwischen ein Abschnitt der Westseite wieder nutzbar. Die Kaimauer des Nordsee-Terminals ist Berichten zufolge größtenteils wieder zugänglich, das Europa-Terminal hingegen noch nicht.
Ein Containerschiff verlor letzte Woche während einer Betankung eine erhebliche Menge Öl, wodurch der Schiffsverkehr zum Erliegen kam. Die Terminalbetreiber MSC und PSA haben eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet und die Nautische Kommission hat auf Antrag des Gerichts in Gent Ermittlungen aufgenommen.
