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Belgiens Kampfmittel-Räumdienst vernichtet massiv Munition aus dem Ersten Weltkrieg

Der belgische Kampfmittel-Räumdienst DOVO hat Mitte April wieder damit begonnen, größere Mengen an Munition aus dem Ersten Weltkrieg kontrolliert zu sprengen. Ort für diese Vorgänge ist Langemark-Poelkapelle in der Provinz Westflandern, nicht zufällig in einem Gebiet, wo 1914-1918 schwere Schlachten stattfanden. 

Andreas Kockartz
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„Die Anwohner von Langemark-Poelkapelle brauchen sich keine Sorgen zu machen“, heißt es dazu bei DOVO. Alles finde in kontrolliertem Umfang statt. Bis zu den Sommerferien werden in der Umgebung dieser westflämischen Ortschaft nahezu täglich Explosionen zu vernehmen sein und nach einer kurzen Urlaubspause gehen die Sprengungen dann weiter.

Die Sprengmeister von DOVO erklärten dazu, dass pro Explosion Munitionskisten gesprengt werden, die rund 40 kg an Sprengstoffen enthalten. Das entspricht etwa 20 bis 30 Granaten. Dieses Jahr werden diese Sprengungen rund ein halbes Jahr andauern und es wird nur bei gutem Wetter gesprengt. 

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Die jetzt zur Explosion gebrachten Granaten und Schusswaffen-Projektile wurden in der vergangenen Räumsaison geborgen. Bis heute werden auf den ehemaligen Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs in Westflandern fast täglich Kampfmittel aus dieser Zeit entdeckt, ausgegraben und von DOVO geborgen, gelagert und vernichtet.

Das hat nicht zuletzt mit dem kalkhaltigen Boden in dieser Region zu tun, in dem sich Metall lange halten kann. Einer der Sprengmeister erklärte gegenüber VRT NWS: „Manche Projektile sind so gut erhalten, dass man noch ihre ursprüngliche Farbe erkennen kann.“ 

Letztes Jahr wurden etwa 7.500 Projektile mit einem Gesamtgewicht von rund 82 Tonnen Sprengstoff zur Explosion gebracht. DOVO arbeitet dabei mit der flämischen Naturschutzorganisation Natuur en Bos (Natur und Wald) zusammen, um so wenig wie möglich Schadstoffe freizusetzen.    

In Westflandern ist Munition aus dem Ersten Weltkrieg sehr häufig zu finden...

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