Ab Freitagabend, 20 Uhr, wird die Autobahn E313 (A13) Antwerpen–Lüttich für fünf Tage in beiden Richtungen für den gesamten Verkehr gesperrt – zwischen dem Anschluss an den Antwerpener Ring und Wommelgem. Zwei Autobahnbrücken werden dort ersetzt. Autofahrer müssen sich auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Autobahn wird auch von vielen Niederländern und Deutschen genutzt, die an die belgische Küste wollen.
Autobahn E313 bei Antwerpen ab Freitagabend 5 Tage gesperrt: massive Verkehrsbehinderungen erwartet
„Das wird sehr heftig“, warnt Hajo Beeckman aus der Verkehrsredaktion von VRT NWS. Zwischen Wommelgem und Antwerpen-Ost werden auf der E313 durchschnittlich rund 150.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Die Verbindung, die Anfang der 1960er-Jahre gebaut wurde, ist wichtig für den Fernverkehr zwischen Antwerpen und den Niederlanden sowie zwischen dem Hafen von Antwerpen und Deutschland.
Die Agentur für Straßen und Verkehr baut seit August vergangenen Jahres zwei neue Brücken in einer Baustellenzone neben der Autobahn. Diese werden in den kommenden Tagen an ihren Platz gebracht. Dafür müssen jedoch zunächst die bestehenden Autobahnbrücken abgebrochen werden.
Gleichzeitig führt die Behörde mehrere Wartungsarbeiten durch. An verschiedenen Stellen des gesperrten Abschnitts wird die Fahrbahn erneuert und Brückenübergänge werden ersetzt. Auch Beleuchtung und Verkehrskameras werden erneuert.
Da die E313 bis zum 16. April um 5 Uhr morgens gesperrt bleibt, wird der Verkehr umgeleitet:
Fernverkehr von Hasselt nach Gent/Antwerpen und umgekehrt fährt über Brüssel via E314, E40 und E19.
Verkehr zwischen Lüttich und Antwerpen fährt über Brüssel via E40 und E19.
Verkehr zwischen Maastricht und Antwerpen fährt über Eindhoven und Breda via A2, A58 und E19.
Auch lokale Verkehrsbehinderungen
Auch der lokale Verkehr ist betroffen. Am Anschluss Wommelgem wird der Verkehr aus Hasselt von der Autobahn abgeleitet und kann nur in Richtung Autolei (R11) nach Wijnegem abbiegen. Verkehr in Richtung Antwerpen folgt ab der Ausfahrt den gelben Schildern mit dem Buchstaben K nach Norden.
Am Knoten Antwerpen-Ost ist die Verbindung zwischen dem Antwerpener Ring (R1) und der E313 gesperrt. Das gilt auch für die Auffahrt von der Turnhoutsebaan (N12) und der Binnensingel (R10) auf die E313. Vom Stadtzentrum in Richtung Wommelgem und Ranst gilt eine Umleitung über den Anschluss Borgerhout am Antwerpener Ring, die Boterlaarbaan (N116) und die Autolei (R11). Diese Route ist mit gelben Schildern mit dem Buchstaben J ausgeschildert.
„Die lokalen Umleitungen mit den Buchstaben J und K werden enorm viel Durchgangsverkehr aufnehmen müssen“, erwartet Hajo Beeckman. „Vor allem von Montag, 13., bis Mittwoch, 15. April, kann das zu großen Problemen führen.“
Bereiten Sie Ihre Fahrt gründlich vor
Die Agentur für Straßen und Verkehr plant die Arbeiten bewusst in den Osterferien, weil dann weniger Pendler unterwegs sind. Dennoch wird mit schweren Verkehrsbehinderungen auf den Straßen rund um die Baustelle sowie in der Region östlich von Antwerpen gerechnet.
Verkehrsteilnehmern wird geraten, möglichst öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen. Zur Verfügung stehen Züge der NMBS sowie verstärkte Schnellbuslinien der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn, die am Park & Ride in Wommelgem Anschluss an die Straßenbahn bieten.
Wer dennoch mit dem Auto fährt, muss längere Reisezeiten einplanen. Aktuelle Verkehrsinformationen gibt es auf der Website des flämischen Verkehrszentrums oder auf der Verkehrsseite von VRT NWS. Weitere Informationen zum Fortschritt der Arbeiten finden sich auf der Website der Agentur für Straßen und Verkehr .
