Insgesamt 3.248 Männer und Frauen haben sich für das erste freiwillige Dienstjahr beim Militär angemeldet. Das geht aus Zahlen des Verteidigungsministeriums hervor, die am letzten Tag der Einschreibungen veröffentlicht wurden. Es stehen jedoch nur 500 Plätze zur Verfügung.
Freiwilliges Dienstjahr beim Militär großer Erfolg: 3.248 Bewerber für 500 Plätze
Ende 2025 erhielten alle 17‑Jährigen in Belgien (rund 130.000 Jugendliche) ein Schreiben mit Informationen über das neue freiwillige Dienstjahr. Das Interesse war sofort groß: Innerhalb von zwei Stunden hatten sich bereits 1.702 Jugendliche beworben.
„Wir schließen die Anmeldungen heute ab, und aktuell haben wir 3.248 Männer und Frauen, die sich für eine oder mehrere Stellen beworben haben. Eine schönes Eregebnis“, sagt Oberstleutnant Margot Van Waeyenberge, Leiterin für Marketing und Kommunikation bei Rekrutierung und Auswahl. Rund jede fünfte Bewerbung stammt von einer Frau.
Ende Juli erfahren die Bewerberinnen und Bewerber, ob sie ausgewählt wurden
Derzeit befinden sich bereits mindestens 1.600 Kandidatinnen und Kandidaten im Auswahlverfahren. Sie haben noch Chancen auf einen der 500 verfügbaren Plätze. Die Auswahl besteht aus zwei Testtagen im Militärkrankenhaus, mit unter anderem medizinischen Untersuchungen, sportlichen Prüfungen, psychotechnischen Tests und einem Gespräch mit einem Psychologen.
Die Auswahlkriterien entsprechen jenen für andere militärische Funktionen, erklärt Van Waeyenberge. Die Bewerber müssen medizinisch geeignet sein und über eine gute körperliche Fitness verfügen. Darüber hinaus werden auch Motivation und Einstellung bewertet:
„Man muss gerne im Team arbeiten, flexibel sein und die Arbeit im Freien mögen.“
Am 30. Juli wird die endgültige Auswahl bekanntgegeben. Die ausgewählten Kandidaten erhalten ein Netto‑Gehalt von 2.000 Euro pro Monat.
Die Plätze verteilen sich auf die verschiedenen Streitkräfte: 375 Plätze sind für das Heer vorgesehen, 50 für die Marine und 75 für die Luftwaffe.
Grundausbildung
Die ausgewählten Teilnehmer beginnen im September mit einer zehnwöchigen Grundausbildung. Dort lernen sie die Grundlagen des militärischen Berufs, etwa Kartenlesen, Schießen, Erste Hilfe und Taktik. Anschließend folgen ein kurzes Praktikum und die Versetzung in eine Einheit, wo sie den Rest ihres Dienstjahres bei Sicherungsaufgaben in Heer, Luftwaffe oder Marine eingesetzt werden.
Für 2027 sind 1.000 Plätze für das freiwillige militärische Dienstjahr vorgesehen. Danach soll die Zahl schrittweise auf maximal 7.000 Plätze erhöht werden.
