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VIDEO: KU Leuven Solar Team testet Solarfahrzeug auf steiler Hügelstrecke für Rennen in den USA

Keine dröhnenden Motoren, sondern das leise Surren modernster Technologie war Anfang der Woche in der Wijnpersstraat in der flämischen Unistadt Leuven (Löwen) zu hören. Das Innoptus Solar Team, das Studententeam der KU Leuven, unterzog sein neuestes Solarauto einem harten Steigungstest auf dem bekannten Leuvener Hang. Mit einer Steigung von 8,5 % ist die Straße die perfekte Generalprobe für die American Solar Challenge, die diesen Sommer auf dem Programm steht.

Bart DeCoster
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Das Team bereitet sich auf ein extrem anspruchsvolles Rennen von Minneapolis nach Texas vor. Da die Strecke in den Vereinigten Staaten ziemlich hügelig ist und ein anderes Klima aufweist, müssen die Studenten genau wissen, wie ihr Wagen auf kurze, steile Steigungen reagiert. „Wir wollen auf jeden Fall testen, an welche Grenzen wir auf diesen Steigungen stoßen können“, erklärt Teammanagerin Marie-Johanna Schillemans. Während der Testtage wurden verschiedene Komponenten, darunter auch Ersatzteile, ausgetauscht, um zu sehen, welche Konfiguration den Anstieg am besten übersteht.

Das erfreulich sonnige Wetter in Leuven war vergangene Woche die ideale Situation für diese Tests. Für ein Auto, das vollständig auf Solarenergie fährt, ist die Sonneneinstrahlung entscheidend, um genügend Leistung für solche Steigungen zu erzeugen.

Betriebsgeheimnisse und der Wettbewerb mit Delft

Beim Test in der Wijnpersstraat geht es nicht nur um die Bergauffahrt, bei der die Erwärmung des Motors die größte Herausforderung darstellt. Auch die sichere Bergabfahrt ist entscheidend, um zu überprüfen, ob die Bremsen bei höheren Geschwindigkeiten nicht überhitzen. Über die genauen Geschwindigkeiten hüllt sich das Team jedoch weiterhin in Schweigen.

Mit Blick auf die Uni-Konkurrenz aus dem niederländischen Delft werden die technischen Daten als Betriebsgeheimnisse gehütet. „Beim letzten Mal haben die Studenten aus Delft den Sieg davongetragen, daher wollen wir dieses Jahr unbedingt den Ehrentitel wieder nach Belgien holen“, verkündet Teamchefin Schillemans kämpferisch. Der Fokus während des Rennens liegt dabei nicht nur auf Geschwindigkeit, sondern vor allem auf Energieeffizienz.

Erste weibliche Teammanagerin seit 22 Jahren

Neben der technischen Innovation gibt es in diesem Jahr auch einen menschlichen Meilenstein zu feiern. Marie-Johanna ist die erste weibliche Teammanagerin in der über 22-jährigen Geschichte des Solar Teams. In einem Team von 11 Studenten ist sie derzeit die einzige Frau – ein Umstand, den sie in Zukunft gerne ändern würde.

Marie-Johanna Schillemans (Bidmitte), die erste weibliche Teammanagerin in der Geschichte des Solar Teams, zwischen ihren Teammitgliedern

„In der Welt der Ingenieure und insbesondere in der Automobilindustrie gibt es noch immer nur wenige Frauen, aber ich bin froh, dass ich diesen Beitrag leisten kann“, so Schillemans, die alle Frauen dazu aufruft, sich für zukünftige Projekte zu bewerben.

Wettlauf gegen die Zeit

Die Zeit wird knapp für die Studenten, die mittlerweile schon seit 9 Monaten an dem Projekt arbeiten. In knapp 2 Monaten wird das Solarauto schon mit dem Flugzeug in die Vereinigten Staaten transportiert. Dort hat das Team noch 2 zusätzliche Monate Zeit, um unter den dortigen klimatischen Bedingungen zu testen, bevor das eigentliche Rennen Ende Juli endgültig startet.

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