Die Postboten von bpost – die belgische Post - setzen ihren Streik an diesem Dienstag in Flandern fort, um gegen die Pläne des Unternehmens zur Änderung ihrer Arbeitszeiten zu protestieren. Die Auswirkungen sind laut der sozialistischen Gewerkschaft ACOD Post in Flämisch-Brabant und Westflandern besonders stark. Ein Sprecher von bpost bestätigt, dass Streiks im Gange sind, gibt jedoch keine weiteren Details bekannt.
In Flandern wird bei der bpost weiter gestreikt
Letzte Woche hatte der Streik gegen den angekündigten Umstrukturierungsplan bei bpost in Wallonien begonnen und sich anschließend auf Brüssel und dann auf Flandern ausgeweitet. Ende letzter Woche fanden auch Aktionen in Limburg, in Antwerpen sowie in Aarschot in Flämisch-Brabant statt.
Die Aktionen werden nach dem Osterwochenende fortgesetzt.
In Flämisch-Brabant streiken laut dem Regionalsekretär Rudi Arnalsteen (ACOD Post), der selbst am Streikposten in Diest anwesend ist, zwischen „85 und 90 %“ der Belegschaft der Verteilzentren in Aarschot, Diest, Landen, Haacht, Boortmeerbeek und Kampenhout. „Hier ist nur eine kleine Handvoll der 45 Briefträger im Dienst“, erklärt er. Insbesondere in Aarschot, Diest und Landen wird der Streik auch am Mittwoch fortgesetzt.
In Westflandern ist die Mobilisierung laut Regionalsekretär Bruno Derveaux (ACOD Post) „in zwölf Jahren Berufstätigkeit beispiellos“. Die Verteilzentren in Blankenberge und Ypern stehen vollständig still. In Ostende, Knokke, Oostkamp, Harelbeke, Menin, Anzegem und Izegem streikt die Mehrheit der Beschäftigten, während in Roeselare die Hälfte des Personals die Arbeit niedergelegt hat. In Brügge streiken 20 der 55 Postboten. In Kortrijk und Wevelgem sind keine Aktionen gemeldet.
Ziel ist es, bis Ende April eine Einigung zu erzielen
In der Provinz Antwerpen findet an diesem Dienstag kein Streik statt, mit Ausnahme einer begrenzten Aktion in Heist-op-den-Berg.
Die Sprecherin von bpost, Veerle Van Mierlo, räumt ein, dass es bei der Zustellung von Briefen und Paketen zu Verzögerungen kommen kann, macht jedoch keine weiteren Angaben.
Die Unternehmensleitung und die Gewerkschaften hatten sich am Freitag darauf geeinigt, den Umstrukturierungsplan auszusetzen, bis Verhandlungen über die Modalitäten seiner Umsetzung stattgefunden haben. Ziel ist es, bis Ende April eine Einigung zu erzielen.
