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Pferdefischer von Oostduinkerke eröffnen die Saison, aber Tradition steht unter Druck

An der Nordseeküste haben die Pferdefischer von Oostduinkerke traditionell ihre Saison für den Garnelenfang eröffnet. Am Ostersonntag lockte das jahrhundertealte Handwerk erneut zahlreiche Besucher an den Strand. Der Fang blieb jedoch – wie schon in den vergangenen Jahren – gering. 

Martina Luxen
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Nach der Winterpause zogen die Fischer erstmals wieder mit sieben Brabanter Pferden ins Meer, um Garnelen zu fischen. Bis Ende Oktober werden sie noch rund 40 Mal zum Garnelenfang ausrücken. 

Garnelenfischerin Nele Bekaert freut sich auf die neue Saison und die Gelegenheit, das alte Fischerhandwerk aufleben zu lassen. 

Die Garnelenfischerei mit einem Schleppnetz ist eine Tradition, die bereits seit rund 500 Jahren besteht. Damals sattelten die Fischer keine Arbeitspferde, sondern vermutlich Esel. Und sie fischten auch nicht in erster Linie nach Garnelen, sondern sammelten Algen ein, erzählt Kris Vermote, der am Sonntagmorgen auch am Strand von Oostduinkerke mit seinem Gaul angerückt ist. Algen wurden in den Dünen als Dünger gestreut. 

Garnelen waren zunächst nur Beifang. Die Fischer sortierten die Schalentiere aus und garten sie gleich am Strand. 

Die Pferde ziehen das Schleppnetz etwa 20 Minuten über den Meeresboden. Für die vielen Schaulustigen ein faszinieredes Spektakel, bei dem sie vor allem die Kraft der Pferde bewundern. 

Wasserscheu sind die Tiere nicht, allerdings lernen sie bereits von Kindesbeinen an, ihre Scheu vor den Wellen zu überwinden. 

In den letzten fünf Jahren nimmt der Fang leider stetig ab. 

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