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Onderwijs

Nur 30 % der flämischen Studierenden schließen Bachelor in Regelstudienzeit ab

Nur knapp ein Drittel der flämischen Studierenden erwirbt seinen Bachelorabschluss innerhalb der vorgesehenen drei Jahre. Die Zahlen haben sich zwar leicht verbessert, liegen aber weiterhin deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N‑VA) will mit neuen Maßnahmen gegensteuern. 

Belga Martina Luxen
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Von den Studierenden in Flandern, die im akademischen Jahr 2022–2023 ein Bachelorstudium begonnen haben, konnten 30 Prozent ihr Studium innerhalb der vorgesehenen Studiendauer abschließen. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Tiefstand des Vorjahres, als dieser Anteil bei 28 Prozent lag. 

Deutlich unter dem EU-Durchschnitt

Dennoch bleiben die flämischen Zahlen deutlich unter dem EU‑Durchschnitt von 40 Prozent. Sie liegen außerdem unter dem Niveau von etwa 2009, als 35 bis 36 Prozent der Studierenden ihren Bachelor fristgerecht abschlossen. Rund 20 Prozent der Studierenden benötigen ein zusätzliches Jahr, weitere 10 Prozent sogar zwei Jahre mehr. 

In den Graduatsstudiengängen fallen die Quoten noch etwas niedriger aus: Dort schließen 26  Prozent der Studierenden ihr Studium innerhalb der vorgesehenen Zeit ab. Auch hier handelt es sich um eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (25 Prozent). 

Neue Maßnahmen – aber nicht sofort

Worin liegt der große Abstand zum europäischen Durchschnitt begründet? „Man darf den Einfluss des Qualitätsverlusts in unserem Sekundarschulwesen nicht unterschätzen“, sagt Nele Van Hoyweghen, Präsidentin des Flämischen Studierendenverbands (VVS): „Viele Studierende beginnen ihr Hochschulstudium daher mit einer unzureichenden Vorbereitung.“ 

Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir arbeitet derzeit an neuen Maßnahmen zur Erhöhung der Abschlussquote, wie bereits zu Jahresbeginn angekündigt. Für Van Hoyweghen kommt das jedoch zu früh: „Noch vor gar nicht langer Zeit hat der frühere Bildungsminister Ben Weyts die Maßnahme eingeführt, wonach Studierende alle Kurse des ersten Studienjahres innerhalb von zwei Jahren bestehen müssen – andernfalls müssen sie ihr Studium abbrechen. Wir warten noch auf die Auswirkungen dieser Regelung. Es ist zu früh, um daraus bereits Schlussfolgerungen zu ziehen. Deshalb wollen wir diese Evaluation abwarten, bevor neue Maßnahmen eingeführt werden.“ 

Van Hoyweghen plädiert für eine enge Abstimmung mit allen Akteuren im Bildungsbereich: 

„Nur durch eine detaillierte Analyse der Daten lässt sich feststellen, welche Maßnahmen tatsächlich wirksam sind und welche vor allem unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten, wie etwa einen erhöhten Druck auf das psychische Wohlbefinden der Studierenden.“ 

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