In den Niederlanden ist ein minderjähriger Junge wegen der Vorbereitung von Terroranschlägen auf das Flämische Parlament in Brüssel und einen militärischen Luftwaffenstützpunkt bei Arnhem im Jahr 2024 verurteilt worden. Der Junge war erst 12 Jahre alt, als er die Pläne schmiedete.
Minderjähriger Niederländer wegen Anschlagplänen auf Flämisches Parlament verurteilt
Der Jugendliche aus der niederländischen Provinz Friesland betrieb eine Gruppe auf der App Telegram, in der er zu terroristischen Anschlägen aufrief.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt bot er einem Mitglied dieser Gruppe sogar Geld an, um einen Bombenanschlag auf das Flämische Parlament in Brüssel zu verüben. Dazu kam es letztlich nicht, weil die Person sich zurückzog. Zudem gab es Pläne für einen Anschlag auf einen militärischen Flugplatz bei Arnhem im Osten der Niederlande.
Nach Ansicht des Gerichts im friesischen Leeuwarden ist der Junge Anhänger rechtsextremistischen Gedankenguts. Er habe Chaos stiften wollen, um einen „Rassenkrieg und die Ersetzung der Demokratie durch einen weißen Ethnostaat“ auszulösen, heißt es im Urteil. Warum er auch in Belgien zuschlagen wollte, ist unklar.
Da er nach eigenen Angaben seine Ansichten im realen Leben nicht äußern konnte, gründete er die Online‑Gruppen, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.
Das Gericht misst den Taten großes Gewicht bei – insbesondere angesichts des sehr jungen Alters des Angeklagten. Er war erst zwölf Jahre alt, als er die Taten beging.
Der Junge wurde zu drei Monaten Jugendhaft auf Bewährung verurteilt, mit einer Bewährungszeit von zwei Jahren. Zudem muss er sich beim Landelijk Steunpunt Extremisme behandeln lassen, einer nationalen Beratungsstelle, die Menschen betreut, die sich radikalisiert haben.
