Die flämische Landesregierung verfolgt einen neuen Ansatz zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Bildungs- und dem Kultursektor. Ziel ist, sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit mit Kunst und Kultur in Berührung kommen.
Die Initiative umfasst die Einführung eines Qualitätsrahmens für kulturelle Bildung, wie die flämische Kulturministerin Caroline Gennez (Vooruit, Sozialisten) und die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA, Nationaldemokraten) bekannt gaben. Der geplante Qualitätsrahmen wird die bestehenden Lernziele im Bereich Kunst und Kultur in der Primar- und Sekundarstufe erweitern und vertiefen. Er wird von einer Expertengruppe in Abstimmung mit Akteuren beider Sektoren entwickelt.
Im Rahmen der Initiative werden in den kommenden Jahren in dieser Hinsicht auch zwei neue Berufsbilder eingeführt: Kulturpädagogen und Kulturspezialisten. Mit ihrer Expertise werden sie Schulen und Kulturorganisationen unterstützen und konkrete Lernwege für Kinder und Jugendliche entwickeln.
Erstmals werden auch Mittel für die Entwicklung von Lehrmaterialien im Zusammenhang mit Aufführungen und Ausstellungen bereitgestellt. Ziel ist hierbei, Schulen und Kulturorganisationen die Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Rahmen mit einheitlichen Konzepten und einer gemeinsamen Sprache zu ermöglichen.
„Jeder Schüler wird die Möglichkeit haben, mit Kunst und Kultur in Berührung zu kommen“
Die bestehende Plattform „Cultuurkuur“ (etwa „Kulturkur“) wird zu einem digitalen Zentrum für kulturelle Bildung weiterentwickelt. Lehrkräfte erhalten dort Zugang zu Inspiration, Unterrichtsmaterialien und den Bildungsangeboten von Kulturorganisationen.
Die Expertengruppe nimmt ihre Arbeit noch in diesem Jahr auf. Der neue Ansatz wird ab dem nächsten Schuljahr schrittweise eingeführt. Bis 2029 werden zusätzlich 4,8 Mio. € investiert.
„Nach der Einführung wird jeder Schüler die Möglichkeit haben, mit Kunst und Kultur in Berührung zu kommen“, so die Ministerinnen in ihrer gemeinsamen Erklärung: „Kunst und Kultur werden ein selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags. Die Qualität des Kulturunterrichts wird sich verbessern. Und der Kultursektor wird ein vollwertiger Partner bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und -aktivitäten sein.“
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