Im Hageland, dem flämischen Obstabbaugebiet zwischen Limburg und dem Osten von Flämisch-Brabant, mussten die Landwirte in der Nacht zum Freitag einmal mehr ihre Blüten vor dem Nachtfrost schützen. Dabei kamen Feuerkörbe und auch Wärmekanonen zum Einsatz, wie einer der betroffenen Landwirte am frühen Morgen gegenüber VRT NWS angab.
Im flämischen Obstanbaugebiet Hageland mussten die Landwirte die Blüten vor dem Frost schützen
Unter anderem stehen die Pflaumen- und Kirschbäume bereits in Blüte und es hat gefroren. „Deshalb sind wir letzte Nacht um 2 Uhr aufgestanden“, sagte Obstbauer Ruben Wouters aus Kortenaken in Flämisch-Brabant gegenüber VRT NWS.
Er bewirtschaftet sechs Hektar Kirschen, anderthalb Hektar Pflaumen und dazu noch einige Hektar Birnen und Äpfel. „Unser Frostmelder ging los, also sind wir letzte Nacht sofort aufgestanden, um zu handeln“, sagte Wouters: „Gegen 6 Uhr hatten wir -2°C, Grund genug, die empfindlichen Blüten unserer Obstbäume zu schützen. Für die frühen Kirschen und Pflaumen war das unbedingt notwendig. Die Blüten sind eine Woche früher als letztes Jahr da. Das Wetter schöne Wetter vor einigen Tagen hat sicherlich etwas damit zu tun.“
Letztes Jahr Wouter sind alle Pflaumen erfroren. Auf seinem Obsthof in Hoeleden bei Kortenaken schützt man die Blüten in Frostnächsten noch immer traditionell mit Feuertöpfen und Heizgeräten, so der Landwirt: „Es gibt viele Blüten, die hoffentlich eine reiche Ernte bringen. Deshalb müssen wir sie vor Hagel und Frost schützen. Letztes Jahr zum Beispiel haben wir während des Frostes nicht geheizt und dann sind alle unsere Pflaumen erfroren und verdorben.“
Um das zu verhindern, hat Ruben Wouters jetzt eine Wetterstation installiert: „Sobald es anfängt zu frieren, bekommen wir einen Anruf. Und es klingelt so lange, bis wir rangehen. Also müssen wir aufstehen, so wie letzte Nacht.“
