Zum Hauptinhalt springen
Die Bohrstelle in Pontpierre in Französisch-Lothringen
Umwelt & Klima
Energie

Energieminister Crucke zur Entdeckung einer Wasserstoffblase: „Belgien könnte weißes Gold unter den Füßen haben“

Die belgische Bundesregierung hat beschlossen, die mögliche Präsenz von weißem, sprich von natürlichem Wasserstoff im belgischen Boden zu untersuchen, nachdem in Frankreich eine große Wasserstoffblase entdeckt wurde. „Belgien könnte weißes Gold unter den Füßen haben“, sagte Klimaminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés).

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Sollte der Wasserstoff auch im belgischen Boden vorkommen, wäre dies ein „bahnbrechender Umbruch“, sagte Energieminister Crucke am Freitagmorgen gegenüber unseren frankophonen Kollegen des Radiosenders RTBF. Nahe Metz in Lothringen wurde Anfang dieser Woche eine vor drei Jahren entdeckte große Wasserstoffblase angebohrt. In fast 4 Kilometern Tiefe befinden sich 34 Millionen Tonnen Wasserstoff – eine gigantische Menge.

Es könnte sich um das größte natürliche Wasserstoffvorkommen der Welt handeln und die Blase erstreckt sich bis nach Belgien, Luxemburg und Deutschland. Wasserstoff ist ein Energieträger, weshalb die Entdeckung im Hinblick auf die Energiewende von großer Bedeutung ist. Zwar steckt die Arbeit mit weißem Wasserstoff noch in den Kinderschuhen, doch dieser Wasserstoff muss nicht mehr konstenintensiv und aufwendig mittels Elektrolyse hergestellt werden. 

Die belgische Bundesregierung leitet eine Untersuchung zum möglichen Vorkommen von Wasserstoff im Boden ein, so Klimaminister Jean-Luc Crucke. Die gesamte Untersuchung soll zwei bis drei Jahre dauern und rund 3,5 Mio. € kosten. Finanziert wird sie mit Mitteln aus dem Europäischen Innovationsfonds (ETS), die Belgien zur Verfügung stehen.

„Die Franzosen haben einen Vorsprung. Wir dürfen keine Zeit verlieren“, sagt Crucke: „Hier bietet sich eine Chance, die wir nutzen müssen.“ Wasserstoff wird unter anderem in der petrochemischen Industrie als Rohstoff verwendet und diese Entdeckung  sehr wichtig sein, insbesondere aus energietechnischer und  wirtschaftlicher Sicht.

Die Wasserstoffblase dehnt sich offenbar von Frankreich bis Belgien, Deutschland und Luxemburg aus

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5