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Gesundheit

Lebensmittelagentur zählt Rekord an Beschwerden

Die Föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) hat 2025 eine Rekordzahl an Beschwerden (+20 Prozent) erhalten. Die  meisten  Beschwerden stammen von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die sich über mangelhafte Hygiene oder Lagerung sorgen  oder  glauben,  nach  dem  Verzehr bestimmter Lebensmittel krank geworden zu sein.

Belga Martina Luxen
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Insgesamt erhielt die FASNK im vergangenen Jahr 6.268 Verbraucherbeschwerden. 

„Wir haben keine eindeutige Erklärung für den Anstieg“, sagt Sprecherin Hélène Bonte: „Es gab 2025 keinen großen Lebensmittelskandal. Wir vermuten einfach, dass Lebensmittelsicherheit für die Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt – und dass sie sich häufiger direkt an uns wenden, um Beschwerden einzureichen.“ 

Diese Beschwerden seien wichtig, damit die FASNK ihre Aufgabe erfüllen könne, so Bonte: „Wir führen sehr viele Inspektionen durch, aber wir können nicht überall sein. Wir nehmen jede Beschwerde ernst und gehen ihr nach.“ 

Mäuseproblem 

Es gibt drei Hauptgründe für Beschwerden. Der häufigste betrifft die allgemeine Hygiene von Gastronomiebetrieben oder Geschäften: Dafür stehen 31 Prozent aller Meldungen. 25 Prozent stammen von Menschen, die glauben, nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel erkrankt zu sein. Beschwerden über die Lagerung (etwa nicht eingehaltene Temperaturen oder abgelaufene Produkte) machen weitere 18 Prozent aus. 

„Eine dieser Beschwerden kam zum Beispiel von einem Paar, das in einem Restaurant essen war“, erzählt Bonte: „Schon beim Hineingehen sahen sie eine Katze. Das fanden sie nicht sehr hygienisch.“ 

„Während des Essens lief dann auch noch eine Maus unter ihrem Tisch hindurch. Als sie die Kellnerin darauf ansprachen, sagte diese, das Problem sei bekannt. Deshalb gäbe es ja die Katze.“

Explizite Fotos

„Manchmal beschreiben die Leute ihre Symptome auf besonders detailreiche Weise. Oft können wir dadurch bereits einschätzen, ob es sich um eine lebensmittelbedingte Infektion handeln könnte. Dann leiten wir eine Untersuchung ein. Wir fragen manchmal auch, ob es noch Reste gibt, damit wir sie im Labor analysieren können.“ 

Die Beschreibungen seien bisweilen sehr konkret. „Sagen wir es so: Unsere Mitarbeitenden bekommen nicht selten explizite Fotos zugesandt, etwa von dem, was nach einem Abendessen in der Toilette gelandet ist. Und manchmal erhalten wir auch ungewöhnliche Päckchen, zum Beispiel einmal eine Scheibe Salami.“ 

Eine zwei Tage lang mit der Post unterwegs gewesene Salamischeibe ist für die Lebensmittelagentur wertlos. „Es ist viel besser, wenn man uns sagt, ob es noch Essensreste gibt. Dann können unsere Inspektoren sie abholen und fachgerecht ins Labor bringen.“ 

In etwas mehr als der Hälfte der Fälle werden nach einer Beschwerde auch Maßnahmen ergriffen. „Wir untersuchen nahezu alle Beschwerden vor Ort. In der Hälfte der Fälle bestätigen wir tatsächlich, was der Verbraucher gemeldet hat“, sagt Bonte. 

In weiteren 5 Prozent der Fälle entdecken die Inspektoren zusätzlich andere Probleme. 

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