Der Belgische Wirtschafts- und Arbeitgeberverband VBO begrüßt das am Dienstag abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Australien. Dem Abkommen gingen achtjährige Verhandlungen voraus. Ziel des Abkommens ist die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen durch den Abbau von Handelshemmnissen und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der EU und Australien.
Belgischer Wirtschaftsverband: „Das Handelsabkommen zwischen der EU und Australien stärkt den Export“
VBO-CEO Pieter Timmermans erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga: „In einer Zeit, in der Handelsbeziehungen zunehmend als geopolitische Waffe eingesetzt werden und der Protektionismus auf dem Vormarsch ist, ist es klug, in Partnerschaften mit Ländern zu investieren, die unsere Werte teilen. Europa und Australien stehen für dieselbe wirtschaftliche Logik, dieselben demokratischen Prinzipien und dieselben hohen Standards in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit.“
Das Handelsabkommen soll Zölle auf eine Vielzahl von Waren abschaffen oder reduzieren, Zollverfahren vereinfachen und den Zugang zu öffentlichen Aufträgen verbessern. Das Abkommen umfasst auch Bestimmungen zum digitalen Handel und zum Investitionsschutz, die Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten mehr Rechtssicherheit bieten.
Neue Chancen für belgische Unternehmen
Laut VBO sollen diese Maßnahmen neue Chancen für belgische Unternehmen schaffen: „Niedrigere Zölle, vereinfachte Zollverfahren, besserer Zugang zu öffentlichen Aufträgen, moderne Regeln für den digitalen Handel und mehr Investitionssicherheit werden auch belgischen Unternehmen zugutekommen.“
Die belgischen Exporte nach Australien beliefen sich zuletzt auf insgesamt 2,4 Mia. €. Hauptsächlich exportiert Belgien pharmazeutische Produkte, Maschinen und Lebensmittel. Die Importe aus Australien erreichten 2024 rund 1,3 Mia. €. Mineralische Produkte, Pflanzenerzeugnisse und chemische Produkte stellten den größten Anteil der Importe aus Australien dar.
