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Erdgastanker aus Katar in Zeebrügge eingetroffen - Der letzte für lange Zeit?

Ein Tanker mit Flüssigerdgas (LNG) aus Katar (Foto) erreichte vor zwei Tagen den Hafen von Zeebrügge an der belgischen Nordseeküste in Westflandern. Dies ist vorerst das letzte Schiff aus einem Golfstaat, das planmäßig eintreffen konnte. Andere Reedereien füllen die frei gewordenen Plätze jedoch teilweise und haben ihre Reservierungen bisher beibehalten, wie der belgische Gasnetzbetreiber Fluxys kürzlich mitteilte.

Andreas Kockartz Belga
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Der in Zeebrügge angekommene Tanker hatte seine Reise vor Beginn des aktuellen Konflikts im Nahen Osten angetreten. Die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat seither die Einfuhr von LNG aus Katar verhindert. „Dies ist das letzte Schiff aus Katar, das derzeit planmäßig eintreffen konnte“, erklärte ein Sprecher von Fluxys.

Das Flüssiggas aus Katar derzeit durch die Folgen des Irankrieges nicht mehr verfügbar sein wird, hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Versorgung in Belgien. In den letzten Monaten kamen nur rund 8 % des über Zeebrügge importierten LNG aus Katar. LNG macht zudem nur 30 % der von Belgien importierten Erdgasmenge aus. Die fehlende Verfügbarkeit von Gas aus Katar hat allerdings Auswirkungen auf die europäischen Gaspreise im Allgemeinen, da der Kontinent im LNG-Markt mit Asien konkurriert, was die Preise in die Höhe treibt.

Der LNG-Hub im Hafen von Zeebrügge

Gastransit durch Belgien

Der Großteil des Gases wird über Pipelines aus Norwegen (35 %) sowie aus Frankreich und Großbritannien (zusammen 35 %) importiert. Darüber hinaus ist ein erheblicher Teil des durch Zeebrügge transportierten Erdgases für andere Länder wie Deutschland bestimmt.

Die durch die erwartete Ankunft von LNG-Tankern aus Katar frei gewordenen Umschlagsplätze am LNG-Terminal in Zeebrügge werden teilweise von anderen Reedereien belegt. „Im April werden fünf Umschlagsplätze auf dem Sekundärmarkt verfügbar sein. Mindestens einer davon ist bereits an einen anderen Anbieter vergeben“, hieß es dazu Fluxys. LNG-Tanker werden aus den USA, aus Russland und aus Nigeria erwartet. Ab 2027 dürfen jedoch keine russischen Gasimporte (einschließlich LNG) mehr in die Europäische Union erfolgen.

LNG-Tanker in Zeebrügge

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