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Kupferkabel bleibt begehrt: Täglich 44 Minuten Zugverspätung durch Kabeldiebstahl in Belgien

Täglich verursachen Kabeldiebstähle 44 Minuten Verspätung im belgischen Schienennetz. 2025 belief sich die Gesamtverspätungen auf über 16.000 Minuten. Überwiegend waren Personenzüge betroffen. Der Infrastruktur-Betreiber der belgischen Bahngesellschaft NMNS/SNCB, Infrabel, warnt vor einem erneuten starken Anstieg der Vorfälle. Der finanzielle Schaden belief sich letztes Jahr auf 2 Mio. €.

Andreas Kockartz
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Die Zahl der (versuchten) Kabeldiebstähle ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gestiegen: 2025 wurden 303 Fälle registriert, 2024 wurden 257 dieser Fälle aufgelistet. Die Wallonie bleibt das bevorzugte Ziel der Täter: 236 Diebstähle (78 %) ereigneten sich im Süden des Landes. Hennegau (99 Fälle), Lüttich (71) und Luxemburg (32) führen die Liste der drei Regionen mit den meisten Kupferkabeldiebstählen an. Die erste flämische Provinz liegt an vierter Stelle: Ostflandern (25 Fälle), gefolgt von Flämisch-Brabant auf Platz sechs (19) und Antwerpen auf Platz sieben (8).

44 Minuten Verspätung pro Tag

Im Jahr 2025 verursachten Kabeldiebstähle insgesamt 10.169 Minuten Verspätung bei Personenzügen und 5.884 Minuten bei Güterzügen im gesamten Streckennetz. Das entspricht durchschnittlich 44 Minuten pro Tag (davon 28 Minuten bei Personenzügen). Darüber hinaus mussten 630 Züge aufgrund von Kabeldiebstählen ausfallen. Der finanzielle Schaden wird auf 2 Mio. € geschätzt.

Ein Diebespaar - 12.500 Meter Kupferkabel

Im Jahr 2025 kamen 20 Fälle von Kabeldiebstahl vor Gericht. Ein besonders bemerkenswerter Fall war der eines Ehepaares, das für den Diebstahl von 12.500 Metern Kupferkabel verantwortlich war. Es handelte sich um einen Mann und seine Frau, die an einer Bahnbaustelle in Kapelle-op-den-Bos in Flämisch-Brabant dreimal Kupferkabel geklaut hatten.

Der Richter verurteilte das Paar zur Zahlung von 118.000 € Schadensersatz an Infrabel. Der Mann erhielt eine Bewährungsstrafe, die Frau wurde zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Laut Infrabel handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um gut organisierte Banden, die mitunter internationale Verbindungen haben.

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