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Gesundheit

Die Zahl derer, die in Belgien Sterbehilfe beantragten, ist auch letztes Jahr wieder angestiegen

In Belgien haben auch 2025 wieder mehr Menschen ihr Leben mit aktiver oder passiver Sterbehilfe beendet. Die für dieses Thema zuständige Bundeskontrollbehörde (FCEE) gab an, dass letztes Jahr rund 4.500 Mal Sterbehilfe geleistet wurde. Damit ist diese Zahl gegenüber 2024 um 13 % angestiegen. 

Andreas Kockartz
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Über die Hälfte derer, die ihrem Leben auf diese Weise voriges Jahr ein würdiges Ende bereiteten, litt an einer unheilbaren Krebserkrankung. In vielen anderen Fällen betraf dies Zeitgenossen, die an mehreren Krankheiten gleichzeitig litten. Auch sich anbahnende Demenz, ALS, Parkinson oder Multiple Sklerose sind Gründe, aufgrund denen Menschen Sterbehilfe beanspruchen.

Etwa drei Viertel aller Betroffenen sind Personen, die über 70 Jahre alt waren, doch in einem Fall wurde einem minderjährigen Jugendlichen Sterbehilfe gewährt.

Wie schon in den Vorjahren kamen auch dieses Jahr wieder Menschen nach Belgien, um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Im Jahr 2025 gab es 123 solcher Fälle, davon 110 aus Frankreich. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass Sterbehilfe dort nicht möglich ist.

Die Gesetzgebung weist Lücken auf

Im Jahr 2025 machte Sterbehilfe 4 % aller Todesfälle in unserem Land aus. „Das ist seit Jahren ein steigender Trend“, sagte der Professor für Palliativmedizin, Wim Distelmans gegenüber VRT NWS: „Sterbehilfe ist kein Tabu mehr. Sie wird offener diskutiert. Das Sterbehilfegesetz wird in der Bevölkerung immer bekannter.“

Sechs Personen erhielten Sterbehilfe aufgrund einer Patientenverfügung. Das bedeutet, dass man im Voraus die Zustimmung zur Sterbehilfe erteilt, falls man sich im Laufe der Krankheit in einem irreversiblen Koma oder in fortgeschrittener Demenz befindet. Laut Distelmans sollten mehr Situationen berücksichtigt werden: „Menschen möchten beispielsweise die Möglichkeit haben, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie an Demenz erkranken.“

Derzeit ist dies nur möglich, wenn man frühzeitig Sterbehilfe erhält, solange man noch geistig zurechnungsfähig ist. Dies geschieht sehr selten: Im Jahr 2025 erhielten nur 74 Menschen Sterbehilfe aufgrund einer kognitiven Störung.

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