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Anschläge vor 10 Jahren: Gedenkzeremonie in der Kammer des belgischen Parlaments: Weiter Kritik von den Opfern und ihren Vertretern

Im belgischen Bundesparlament fand am Freitag eine weitere Gedenkveranstaltung für die Opfer der Anschläge vom 22. März 2016 mit einer Schweigeminute statt. Am Sonntag jährten sich die Terroranschläge am Flughafen und der Metrostation Maalbeek zum zehnten Mal. 35 Menschen starben, 340 weitere wurden verletzt. Bei dieser Zeremonie waren auch zahlreiche Gäste und Opfer sowie deren Begleitung anwesend. Und es gab Kritik am Umgang mit den Überlebenden und damals Verletzten.

Andreas Kockartz
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Überlebende und ihre Angehörigen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil und 16 Botschafter, Vertreter der Rettungs- und Sicherheitsdienste sowie Parlamentsmitglieder gedachten der Folgen der Anschläge. Auch US-Botschafter Bill White ergriff das Wort. 

Zehn Jahre später beklagen auch hier Überlebende, dass sie kaum Unterstützung erhalten bzw. dass Hilfe nur nach langen Bemühungen und komplizierten Wegen durch die Ämter und Behörden gewährt wird – von Versicherungen ganz zu schweigen.

Aristide Melissas, Anwalt und Vertreter von Opfern aus dem Ausland sagte in seiner Ansprache: „Zehn Jahre später sind immer noch hundert Fälle in Bearbeitung. Zehn Jahre später werden die Betroffenen immer noch von Pontius zu Pilatus geschickt. Wie kann das sein?“

Karen NorthShield, Opfer des Anschlags, sagte in ihrer Rede vor den Anwesenden: „Könnte es sein, dass ich, Karen NorthShield, Opfer und Überlebende der Terroranschläge vom März 2016, bis zum 22. März 2026 endlich die finanzielle Entschädigung erhalte, die mir so dringend zusteht? Und wird mein Rechtsstreit gegen die Versicherung damit endlich beigelegt?“

Sehen Sie die Ausführungen von Aristide Melissas und Karen NorthShield in unserem Video in englischer Sprache hierunter. 

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