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Spionagesichere App für die Beschäftigten in den belgischen Behörden

Belgien hat mit der Einführung einer neuen sicheren Messaging-App begonnen. Die App unter der Bezeichnung Beam wird Messenger-Dienste wie WhatsApp und Facebook für die dienstliche Nutzung durch Beschäftigte im öffentlichen Dienst und die Beamten in den staatlichen Behörden ersetzen.

Andreas Kockartz
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Beam wurde vom staatlich geförderten Unternehmen Belgian Secure Communications (BSC) entwickelt. Sie soll von rund 750.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst, in den Regierungsverwaltungen und auch von Militärangehörigen in Belgien genutzt werden. Die flämische Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ berichtet dazu, dass bestimmte Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und der Geheimdienste bereits mit Beam arbeiten. Ein breiterer Rollout der App ist ab der nächsten Woche geplant.

Mit der Einführung des spionagesicheren Messaging-Systems gehört Belgien zu einer kleinen Gruppe europäischer Länder, die in sogenannte „souveräne Kommunikationssysteme“ investieren. Diese Systeme sollen sensible Daten innerhalb der Landesgrenzen halten. Bisher nutzten z.B. Regierungsbeamte häufig gängige Messenger-Dienste wie WhatsApp für ihre berufliche und private Kommunikation.

Nicht zu knacken…

Es gab jedoch Bedenken, dass solche Messenger-Dienste von ausländischen Regierungen abgehört oder durch Spyware kompromittiert werden könnten. So haben unter Umständen die US-Behörden Zugriff auf WhatsApp. Beam wurde entwickelt, um genau diese Bedenken auszuräumen. Der Zugriff auf die App ist auf verifizierte Nutzer beschränkt, wodurch das Risiko von Cyber-Angriffen minimiert wird. Alle Daten von Beam werden auf sicheren Servern in Belgien und nicht im Ausland gespeichert.

Das System wurde offenbar von sogenannten ethischen Hackern und Cyber-Sicherheitsfirmen umfassend getestet. Keinem der Tester gelang es, die Sicherheit der App zu knacken. Der Direktor von BSC, Brandon De Waele, bestätigt die schrittweise Einführung, lehnt es jedoch ab, technische Details öffentlich bekanntzugeben. De Waele fügt hinzu, dass das Projekt intern und innerhalb des bestehenden IT-Budgets der föderalen Behörden entwickelt wurde.

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