Der parlamentarische Finanzausschuss hat der geplanten Anhebung der Verbrauchersteuer (Akzisen) auf Gas und Heizöl zugestimmt. Bundesfinanzminister Jan Jambon (N-VA) erklärte, dass diese Regelung ab dem 1. April 2026 greifen wird. Der flämische Nationaldemokrat gab aber auch zu verstehen, dass die Regierung die Entwicklung der Energiepreise im Allgemeinen beobachten und analysieren werde.
Höhere Verbrauchersteuer: Ab April wird in Belgien Gas teurer und Strom billiger
Die belgische Bundesregierung hatte Ende 2025 bereits beschlossen, die Akzisen auf Erdgas und Heizöl in diesem Frühjahr anzuheben. Allerdings war seinerzeit noch keine Rede von einer drohenden Energiekrise, die der Iran-Krieg seit einigen Wochen verursacht.
Aus diesem Grunde plädierten im Finanzausschuss Parteien aus Mehrheit und Opposition einmal mehr für begleitende Maßnahmen, um mögliche Preisanstiege auffangen zu können. Mehrere Einsprüche von einigen linken Parteien gegen die Anhebung der Verbrauchersteuern wurden im Ausschuss verworfen.
Gleichzeitig zur Anhebung der Akzisen auf Öl und Gas beinhaltet diese Regelung aber auch, dass die Preise bzw. die Verbrauchersteuern für Strom gesenkt werden. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass die jährliche Gasrechnung für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt um rund 19,50 € steigen wird, bei gleichzeitigem Ersparnis von 12,60 € bei der Stromrechnung.
Die belgische Regierung kündigt auch an, dass ab etwa 2027 die Verbrauchersteuern auf Diesel und Benzin angehoben werden wird. Das entsprechende Programmgesetz für die Anpassung der Akzisen kommt in der kommenden Woche zur Abstimmung in die Abgeordnetenkammer des belgischen Bundesparlaments.
