Insgesamt muss das regionale flämische Verkehrsunternehmen über 52 Mio. € einsparen. Die flämische Landesregierung hat jedoch entschieden, dass De Lijn 8,5 Mio. € in der eigenen Verwaltung einsparen muss, also nicht im Busverkehr. Es ist noch unklar, welche Buslinien und Haltestellen erhalten bleiben oder gestrichen werden und wie diese 8,5 Mio. € auf die verschiedenen Verkehrsregionen im belgischen Bundesland Flandern verteilt werden.
Flanderns ÖPNV-Gesellschaft De Lijn muss weniger Buslinien und Haltestellen streichen als ursprünglich geplant
Die lauten Proteste gegen die Einsparungen bei De Lijn verhallen nun doch nicht ungehört. Plötzlich erhalten die Kommunen über 8,5 Mio. € zur Entlastung bei den Sparmaßnahmen. Mehrere Bürgermeister befürchteten vor allem, dass zu viele lokale Buslinien und Haltestellen wegfallen müssen.
Flanderns Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) hatte bisher ausdrücklich gefordert, dass die Einsparungen im öffentlichen Nahverkehr, sprich über die lokalen Busfahrpläne erzielt werden müssten.
Jetzt aber wurde den Städten und Gemeinden in Flandern mitgeteilt, dass die Einsparungen bei den Buslinien doch nicht vollständig an sie weitergegeben werden. Einer der Gründe dafür ist nicht zuletzt, dass De Lijn laut der flämischen Tageszeitung De Morgen plötzlich doch noch zusätzliche interne Mittel „gefunden“ hat.
Die neue Anpassung muss zügig erfolgen, da De Ridder den neuen Busverkehr zum 1. Juli einführen möchte. Daher muss De Lijn seinen Sparplan - und damit auch den neuen Fahrplan für die lokalen Buslinien - spätestens vor den Osterferien in Flandern (6. bis 19. April) vorlegen.
