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Auch in Frankreich wird in Richtung kleiner Kernreaktoren entwickelt
Umwelt & Klima
Energie

Flandern möchte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit kleinen Kernreaktoren verringern

Die flämische Landesregierung sucht Standorte für kleine Kernreaktoren. Kernenergie fällt zwar in die Zuständigkeit der belgischen Bundesebene, doch Flandern möchte hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Ziel ist, sich langfristig von der Abhängigkeit von Öl und Gas zu lösen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die flämische Regierung sucht 4 Standorte für kleine Kernreaktoren. Ziel ist, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Die Standortsuche gestaltet sich allerdings als schwierig, da die Reaktoren ausreichend weit von Wohngebieten entfernt, in der Nähe energieintensiver Industrien liegen, einen Anschluss an das Stromnetz haben und über eine Kühlwasserversorgung verfügen müssen.

Die Technologie befindet sich noch in der Entwicklung, weshalb die geschätzten Kosten derzeit noch hoch sind, so der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA). Es handelt sich nach Ansicht des flämischen Nationaldemokraten hierbei um ein langfristiges Projekt.

Laut einem Bericht der Flämischen Agentur für Innovation und Unternehmertum wird es gut und gerne zehn Jahre dauern, bis die ersten kleinen Kernreaktoren, so genannte SMR-Reaktoren (Small Modular Reactor) gebaut werden können.

Im belgischen Kernforschungszentrum in Mol (Provinz Antwerpen) wird bereits an solchen Anlagen geforscht und entwickelt. Auch in Frankreich (Foto oben) arbeitet man intensiv an der Entwicklung solcher SMR-Reaktoren. 

Der Sektor der erneuerbaren Energien ist nicht besonders besorgt über die Pläne der flämischen Regierung bezüglich kleiner Kernreaktoren. Die Organisation für nachhaltige Energie (ODE) befürchtet nicht, dass dies in den kommenden Jahren zu geringeren Investitionen, beispielsweise in Wind- oder Solarenergie, führen wird. 

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