Zum Hauptinhalt springen
Umwelt & Klima
Energie

In Flandern wird ein gigantischer Batteriepark mit einer Kapazität von 62 Millionen Handybatterien gebaut

Im Ortsteil Ruien in Kluisbergen bei Oudenaarde in der Provinz Ostflandern wird seit einiger Zeit bereits an einem riesigen Batteriepark gebaut, der eine Kapazität von 62 Millionen Mobiltelefon-Batterien haben wird. Gemeinsam mit dem Batteriepark von Vilvoorde in Flämisch-Brabant wird dies die größte Anlage ihrer Art in Flandern, bzw. Belgien. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In Ruien wird dazu derzeit auf dem Gelände eines früheren E-Werks (Foto oben) alles vorbereitet, um dort einen Batteriepark aufzubauen, in dem in einigen Jahren riesige Batterien große Mengen an Strom z.B. aus der Produktion von Solar- und Windkraftanlagen zu speichern. „Diese Batterien sollen die Schwankungen im Energienetz auffangen, da Wind und Sonne nicht konstant sind“, sagte Bart Van Renterghem, der CEO des Unternehmens „Strom“, dass diese Anlage baut, gegenüber VRT NWS.

Die Batterien sollen Strom speichern, wenn es zu Überkapazitäten kommt und diese Elektrizität wird eingespeichert, wenn zusätzliche Kapazität gebraucht wird. Diese Anlage ist also eine Art Speicher oder Puffer für das Elektrizitätsnetz.

Bis Herbst 2026 soll das Gelände für den eigentlichen Bau der Anlage vorbereitet sein, so Van Renterghem: „Danach können wir mit dem Aufbau, der Installation, dem Bau der Anschlüsse und mit dem Aufstarten der Batterien beginnen.“ Im Herbst 2027 soll die Anlage in Betrieb genommen werden können.

Herz der Anlage ist ein Hochspannungs-Transformator, an dem mit zahllosen Kabeln die Batterien angeschlossen werden. Insgesamt wird die Anlage 180 Container mit Lithium-Ion-Batterien umfassen, womit eine Gesamtkapazität von 200 Megawatt Strom entsteht, bzw. für 800 Megawattstunden an Speichermöglichkeit. Bau und Installation des Parks kosten rund 100 Mio. €. 

Kabel unter der Schelde verlegen

Da der Hochspannungsposten in Ruien schon jetzt überlastet ist, lässt der Betreiber des belgischen Hochspannungsnetzes Elia unter der Schelde einen Kabelkanal bauen, der den hier gespeicherten Strom zur Hochspannungsstation in Avelgem in Westflandern transportieren soll, von wo aus er dann ins Netz fließen kann. 

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5