Die flämische Landesregierung hat die Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Lohntransparenz genehmigt. Dies ermöglicht es Institutionen wie dem Flämischen Institut für Menschenrechte (VMRI), rechtliche Schritte einzuleiten, wenn z.B. Frauen in einem Unternehmen weniger verdienen, als ihre Kollegen. Die Umsetzung der Richtlinie soll die Angleichung der Löhne von Männern und Frauen gewährleisten.
Flandern kündigt Strafen für Unternehmen an, die Männern mehr zahlen als Frauen
Ein neues EU-Gesetz ermöglicht die Verhängung von Strafen gegen Unternehmen, die im Lohn- und Gehaltsbereich Frauen gegenüber Männern diskriminieren. Das belgische Bundesland Flandern beabsichtigt jetzt dieser Richtlinie zu folgen und sie in das regionale Regelwerk zu integrieren. Im Durchschnitt verdienen Frauen in Belgien 7 % weniger.
Organisationen wie das Flämische Institut für Menschenrechte (VMRI), können rechtliche Schritte einleiten, wenn Männer und Frauen für die gleiche Arbeit nicht gleich bezahlt werden. Unternehmen, die gegen das Gesetz verstoßen, können zu Schadensersatzzahlungen verpflichtet werden und müssen zudem mit Strafen rechnen.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist an sich schon logisch“
Caroline Gennez, Flanderns Ministerin für Chancengleichheit
Flanderns Ministerin für Chancengleichheit, Caroline Gennez von den flämischen Sozialisten Vooruit, erklärte dies am Sonntag in der VRT-Talksendung „De zevende dag“ („Der siebte Tag“): „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist an sich schon logisch. Und das ist die Grundlage für eine gleichberechtigtere und gerechtere Gesellschaft. Frauen werden für die gleiche Arbeit immer noch schlechter bezahlt. Arbeitgeber kommen damit viel zu oft ungestraft davon. Das muss aufhören.“
Der der belgische Arbeitgeber- und Unternehmerverband VBO, hat ein Problem damit, dass Unternehmen in Flandern, die Frauen für die gleiche Arbeit weniger zahlen als Männer, mit einer Geldstrafe rechnen müssen. Laut Pieter Timmermans, dem Geschäftsführer des VBO, steht unser Flandern in dieser Hinsicht gut da und die neue Richtlinie wird lediglich zu mehr Bürokratie führen.
