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Belgien beteiligt sich vorerst nicht an der IEA-Freigabe der strategischen Ölreserven - Steigender Dieselpreis

Die Internationale Energieagentur IEA hat im Zuge des Irankrieges beschlossen, eine riesige Menge Öl aus den strategischen Reserven freizugeben. Dabei geht es um nicht weniger als 400 Millionen Barrel Rohöl. Auch Belgien gehört zu den IEA-Mitgliedsländern, wird sich aber vorerst nicht an dieser Maßnahme, die dazu gedacht ist, die Preise zu senken, beteiligen. Derweil steigen die Dieselpreise an Belgiens Tankstellen auf eine lange nicht mehr erlebte Höhe. 

Andreas Kockartz
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Die strategischen Ölreserven sind eigentlich eine Folge der Ölkrise in den 1970er Jahren. Damals hatte man beschlossen, so viele Ölreserven anzulegen, dass die internationale Gemeinschaft bzw. die der IEA angeschlossenen 32 Länder, bis zu 90 Tage auskommen können.

Eigentlich wäre Belgien als eines dieser Mitgliedsländer dazu verpflichtet, seine 3,5 Millionen Tonnen Ölreserve (in Form von Rohöl, Heizöl, Diesel, Benzin und Kerosin) freizugeben. Doch Bundesenergieminister Mathieu Bihet von den frankophonen Liberalen MR hält sich noch zurück.

Nach Ansicht der belgischen Bundesregierung, die diese Ölreserven verwaltet, soll diese Reserve eben nicht dazu genutzt werden, das Preisgefüge zu regulieren. Nach Ansicht von Energieminister Bihet ist die strategische Reserve dazu vorgesehen, die Energieversorgung im Krisenfall zu garantieren und dieses Problem stelle sich durch den neuen Nahost-Konflikt nicht. 

Diesel ist so teuer wie seit 2023 nicht mehr

Aufgrund des andauernden Krieges im Nahen Osten ist der Dieselpreis laut dem Föderalen Öffentlichen Dienst Wirtschaft auf über 2 € pro Liter gestiegen. Die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, Ölreserven freizugeben, scheint den Ölpreis derzeit nicht zu dämpfen.

Der Höchstpreis für einen Liter Diesel (B7) ist in Belgien um 9,6 Cent auf 2,019 € gestiegen. Dies ist der höchste Preis an der Zapfsäule seit Oktober 2023. Die Preise steigen, weil Ölprodukte auf den internationalen Märkten teurer werden. Aufgrund des Krieges im Iran ist die Straße von Hormus, eine wichtige Ölversorgungsroute, gesperrt. Auch die Golfstaaten drosseln ihre Produktion, da sie ihr Öl nicht absetzen können.

In den Nachbarländern Belgiens ist der Dieselpreis ebenfalls auf über 2 Euro pro Liter gestiegen.

Ab Freitag wird in Belgien auch Benzin teurer. Ein Liter E10 steigt auf einen Höchstpreis von 1,75 €. E5-Benzin wird bei über 1,80€ liegen. Auch Heizöl wird in absehbarer Zeit wieder teurer.

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