Der Krieg im Nahen Osten sorgt bekanntlich für steigende Energiepreise und das geht auch an Belgien nicht spurlos vorbei. Das Bundesplanungsbüro, auch als Planbüro bekannt, geht davon aus, dass der Schwellenindex möglicherweise bereits im Juli überschritten wird.
Sorgen die hohen Energiepreise für einen vorgezogenen Anstieg des Schwellenindexes in Belgien?
In seinen Prognosen für die Inflation geht das Planbüro davon aus, dass der Schwellenindex bereits am Sommeranfang ansteigen wird. Das führt dazu, dass im Oktober sowohl die Beamtengehälter, als auch die Sozialleistungen, z.B. die Renten angehoben werden.
Das ist deutlich früher, als vorangegangene Prognosen vorhergesehen haben, die von einem Anstieg des Schwellenindexes erst im November 2026 ausgingen. Das Planbüro geht bislang davon aus, dass die Inflation in diesem Jahr bei einer Rate von etwa 2,6 % liegen wird.
Hintergrund
In Belgien besteht das System der automatischen Anpassung der Löhne, Gehälter und Sozialbezüge an die Teuerungsrate. Steigt der Index, ziehen die Einkommen und die Bezüge für die meisten Menschen im Land automatisch an. Dazu arbeiten die belgischen Behörden mit dem sogenannten Schwellenindex, der die Bezüge beim Erreichen eines bestimmten Preisniveaus steigen lässt. Der Schwellenindex ist eine Art Reaktion auf Inflation und auf den normalen Index.
