Belgische Unternehmen verschärfen offenbar ihre Homeoffice-Regelungen. Jedes sechste Unternehmen (16,6 %) in Belgien erwartet von seinen Mitarbeitern wieder, dass sie mindestens vier Tage pro Woche im Büro anwesend sind. Im Vorjahr lag dieser Wert nur bei 11 %. Dies geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters Acerta unter 600 Unternehmen und über 2.000 Beschäftigten hervor.
Immer mehr Unternehmen schrauben Homeoffice für ihre Mitarbeiter zurück
In vielen angelsächsischen Ländern verlangen (große) Unternehmen schon länger wieder, dass ihre Mitarbeiter täglich ins Büro kommen. In Belgien ist das Homeoffice noch nicht vollständig abgeschafft. Neun von zehn belgischen Unternehmen erlauben weiterhin das Arbeiten von zu Hause aus und die große Mehrheit ist mit dem aktuellen Verhältnis zwischen Homeoffice und Büroarbeit zufrieden.
Die Vereinbarungen zum Homeoffice werden jedoch in vielen Fällen strenger. Der Anteil der Unternehmen, die die Anwesenheitstage im Büro vorschreiben, stieg innerhalb eines Jahres von 8,2 auf 13,4 %. Dienstag und Donnerstag sind nach wie vor die mit Abstand beliebtesten Bürotage.
„Nur weil Homeoffice erlaubt ist, heißt das nicht automatisch, dass jeder Mitarbeiter es nutzen kann“, sagt Ellen Van Grunderbeek, Arbeitsmarktexpertin bei Acerta: „Viele Unternehmen erlauben Telearbeit (mobiles Arbeiten, Red.) nur für bestimmte Positionen, während Mitarbeiter mit praktischen Aufgaben oder anderen operativen Funktionen physisch anwesend sein müssen. Das zeigen auch die Zahlen: Neun von zehn Arbeitern dürfen nie von zu Hause aus arbeiten, während das bei Angestellten nur vier von zehn betrifft.“
