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Alternatives Songfestival in Brüssel aus Solidarität mit den Palästinensern

Am Dienstag, den 12. Mai, findet in Brüssel ein alternatives Songfestival statt, mit dem Künstlerinnen und Künstler ihre Solidarität mit den Palästinensern bezeugen und um gegen Israels Teilnahme am offiziellen ESC zu protestieren. Mehrere belgische NGOs und Gewerkschaften unterstützen die Veranstaltung „United for Palestina“. Im Line-up befinden sich auch einige Künstler aus Belgien, die in der Vergangenheit bereits beim Eurovision Song Contest aufgetreten sind, z.B. Gustaph (Foto).

Andreas Kockartz Belga
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Der Termin wurde nicht zufällig gewählt, da am 12. Mai auch das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in der österreichischen Hauptstadt Wien stattfindet. Unter den Teilnehmern sind die Belgierin Essyla und der Israeli Noam Bettan. Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest hatte bereits vor dem Ausbruch des Iran-Krieges viele Fragen aufgeworfen. Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien haben ihre Teilnahme aus Protest gegen das blutige Vorgehen der israelischen Armee gegen Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland zurückgezogen.

Der französischsprachige belgische Rundfunk RTBF bestätigte die Teilnahme Belgiens. Unser Haus, der flämische Rundfunk VRT, überträgt den Song Contest.

Aus Protest veranstalten mehrere belgische Organisationen am selben Abend im Brüsseler Konzerthaus La Madeleine einen alternativen Song Contest. „Wir weigern uns, Völkermord und Kriegstreiberei eine Plattform zu bieten“, so Katrien De Ruysscher im Namen der Organisatoren: „Wenn das offizielle Festival keine klare Grenze zieht, werden wir selbst eine Plattform schaffen. ‚United for Palestina‘ ist für alle da, die glauben, dass Kultur untrennbar mit Realität und Menschenrechten verbunden ist.“

Auffällig dabei ist, dass auch mehrere belgische Künstlerinnen und Künstler im Line-up vertreten sind, die bereits beim Eurovision Song Contest aufgetreten sind. Gustaph (2023, Foto oben), Geike Arnaert (mit Hooverphonic im Jahr 2021) und Walter Verdin (mit Pas de Deux im Jahr 1983) werden in Brüssel auf der Bühne stehen. Weitere Künstler sind Daan, Zap Mama und Stef Kamil Carlens. Die palästinensische Sängerin Nai Barghouti wird ebenfalls auftreten.

Die Veranstaltung ist eine Initiative der Organisationen 11.11.11, INTAL, Vrede vzw und SOS Gaza sowie der Gewerkschaften ABVV (sozialistisch) und ACV (christlich).

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