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Erhöhte Wachsamkeit in Belgien nach der Explosion vor der Lütticher Synagoge

Nach der Explosion in einer Lütticher Synagoge in der Nacht zum Montag riefen Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS) und Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR) zu erhöhter Wachsamkeit auf. Ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind, wird noch geprüft, wie die regionale Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ meldete.

Andreas Kockartz
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In der Nacht zum Montag ereignete sich eine schwere Explosion vor einer Lütticher Synagoge. Es wurde niemand verletzt, doch es entstand erheblicher Sachschaden. „Die Explosion vor der Lütticher Synagoge ist ein entsetzlicher antisemitischer Akt, der sich direkt gegen die jüdische Gemeinde Belgiens richtet“, sagte Innenminister Bernard Quintin am Montag auf X.

Er kündigte zudem umgehend an, dass die Sicherheitsvorkehrungen an ähnlichen Orten verstärkt werden. „Wir prüfen noch, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind“, erklärte Quintins Sprecher: „Seit den jüngsten Gewalttaten im Nahen Osten finden verstärkte Überwachungsmaßnahmen statt.“

In Brüssel könnten Orte wie die israelische Botschaft in Ukkel, das Jüdische Museum (das wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist) und die Große Synagoge potenzielle Ziele sein. „In der Stadt Brüssel herrscht seit langem erhöhte Wachsamkeit gegenüber Institutionen und Orten, die häufig von der jüdischen Gemeinde besucht werden“, erklärte Philippe Close, Bürgermeister von Brüssel-Stadt, in den sozialen Medien.

„Heute mehr denn je müssen wir unsere Wachsamkeit erhöhen. Wir tun alles, um die Sicherheit aller Juden in Brüssel zu gewährleisten“, fügte Close hinzu: „Nach dem gestrigen Anschlag werden die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verstärkt“, bestätigte Closes Sprecher.

Die Bedrohungswarnstufe bleibt bei 3 in Belgien

Ob dies Maßnahmen wie zusätzliche Streifen beinhalten wird, ist unklar. „Wir haben eine neue Lageeinschätzung beim OCAD angefordert“, teilte die Polizeibehörde der Region Brüssel-Hauptstadt/Elsene dazu am Montag mit. „Unsere Kommunikation bleibt unverändert“, fügte das Koordinierungsorgan für Bedrohungsanalyse (OCAD) hinzu. „An amerikanischen, israelischen und iranischen Einrichtungen herrscht bereits erhöhte Wachsamkeit. Die allgemeine Warnstufe bleibt bei 3.“ Das ist die zweithöchste Bedrohungsstufe.

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